Mehrere Faktoren verschärfen die Lage. Die Temperaturen sind sehr hoch, es gibt wenig Regen und die Schneereserven sind inzwischen vollständig aufgebraucht. Gleichzeitig brauchen die Menschen im Einzugsgebiet der Etsch viel Wasser. <BR /><BR />Die Beobachtungsstelle hat deshalb die Warnstufe angehoben. Damit soll verhindert werden, dass die Trinkwasserversorgung im Unterlauf der Etsch gefährdet wird.<BR /><BR />Die Beobachtungsstelle hat auch beschlossen, dass das Land Südtirol, die Provinz Trient und die Region Veneto Maßnahmen ergreifen sollen, um Wasser zu sparen. <h3> Nicht genug Wasser für alle Bedürfnisse</h3>Für die Bewertung der Lage ist der Abfluss der Etsch an der Messstelle Boara Pisani unterhalb von Rovigo besonders wichtig. Dort müssen mindestens 80 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfließen. Nur so lässt sich verhindern, dass Salzwasser aus dem Meer in den Fluss zurückströmt.<BR /><BR /> Dringt Salzwasser ein, kann es die Brunnen in diesem Gebiet beeinträchtigen. Das Wasser aus diesen Brunnen wäre dann nicht mehr als Trinkwasser nutzbar.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1336509_image" /></div> <BR /><BR />In den vergangenen Tagen und besonders an den Wochenenden ist laut Messdaten der Abfluss deutlich unter 80 Kubikmeter pro Sekunde gesunken. Damit hat sich die Lage weiter verschärft und die Beobachtungsstelle hat deshalb die Warnstufe für Wasserknappheit von niedrig auf mittel angehoben. Derzeit steht nicht genug Wasser bereit, um alle Bedürfnisse vollständig zu decken.<h3> Keine Verbesserung der Lage durch Gewitter</h3>Auch die Gewitter und Unwetter am Dienstagabend haben die Lage nicht spürbar verbessert. Dafür müsste es mehrere Tage lang ergiebig regnen. Zudem müssten die Temperaturen deutlich sinken.<BR /><BR />Am morgigen Donnerstag tritt das Wassernotstandskomitee des Landes zusammen. Es berät über geeignete Maßnahmen, um die aktuelle Situation zu bewältigen.