Bürgermeisterin Zeller hat am Donnerstag für die Meraner Stadtteile Obermais, Meran Zentrum und Sinich ab sofort ein Verbot erlassen, untertags Grün zu bewässern sowie ein gänzliches Verbot, Schwimmbäder zu befüllen oder Autos zu waschen. Wer das Verbot missachtet, muss mit Geldstrafen rechnen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1318191_image" /></div> <h3> Maßnahmen: Zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens bewässern</h3>In den drei oben genannten Stadtvierteln dürfen Gärten und sonstiges Grün nur noch zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens bewässert werden. Das Befüllen von Schwimmbädern, das Waschen von Fahrzeugen und andere nicht lebensnotwendige Tätigkeiten und Zwecke, zu denen es Trinkwasser braucht, sind ab sofort und bis auf Widerruf verboten.<BR /><BR /> „Es ist schon sehr besorgniserregend, wenn wir im Mai schon solche Temperaturen haben, die für ältere Menschen, Kinder und Kranke eine große Belastung darstellen. Wenn wir jetzt schon solche Situationen haben, dann frage ich mich: Wie wird es sein, wenn unsere Kinder so alt sind wie wir. Das ganze Szenario stimmt mich schon sehr nachdenklich“, schickt Bürgermeisterin Zeller voraus. <h3> Nicht die Beherbergungsbetriebe sind die großen Wasserfresser</h3> Hängt der Wassernotstand auch damit zusammen, dass bereits viele Urlauber in der Stadt sind? „Nein, wir haben eine Erhebung gemacht und laut der sind nicht die Beherbergungsbetriebe die großen Wasserfresser, zumal wir in Meran nicht Hotels mit großen Spa-Bereichen bzw. vielen Schwimmbädern haben wie rund um Meran herum. Meran ist eine Gartenstadt und nicht alle haben das Glück, Waalwasser nutzen zu können. Und außerdem haben wir viele private Schwimmbäder“, so Zeller. <BR /><BR />Für sie ist die Situation „sehr besorgniserregend, denn ich denke, dass es im Mai in Meran solch hohe Temperaturen samt Wassernotstand wahrscheinlich noch nicht gegeben hat. Deshalb muss den Menschen bewusst werden, dass Trinkwasser nur dort verbraucht werden soll, wo es unbedingt notwendig ist – zumal wir die Reservoirs mit Tankwagen befüllen müssen“, so die Bürgermeisterin. <h3> Mitterhofer: Nicht mit dem Wasser prassen</h3>Auch wenn in Zellers Verordnung nur drei Stadtteile genannt sind, ruft Stadtrat Christoph Mitterhofer auch alle anderen Meraner auf „nicht mit dem Wasser zu prassen“. „Die automatische Rasenbewässerung ist auszuschalten. Denn um 5 Uhr morgens schnellt der Wasserverbrauch von 40 Sekundenlitern auf über 100. Wir gehen davon aus, dass dies von den automatischen Bewässerungen in Kondominien herrührt“, so Stadtrat Mitterhofer.