Was haben die Stromproduktion aus Wasserkraft und die Biodiversität miteinander zu tun? Die Alperia-Stromgesellschaft glaubt, sehr viel. Ein Projekt dazu wurde im Bereich der Wasserkraftanlagen in Laas vorgestellt.<BR /><BR />„Wir arbeiten mit der Natur und ihren Ressourcen“, sagte Andreas Bordonetti, Technischer Direktor von Alperia Greenpower, am Mittwochvormittag in Laas. Er hatte sich gemeinsam mit dem Zonenverantwortlichen Herbert Ritsch, der Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger und weiteren Alperia-Vertreterinnen und -vertretern auf dem Werksgelände der Laaser E-Werk-Anlage positioniert – es ging um die Vorstellung eines neuen Projektes.<BR />Auf rund 6000 Quadratmetern werden Blumenwiesen angelegt, was auch schon die Verbindung der Alperia mit Umwelt und Natur erklärt. Blumenwiesen würden von Insekten geerntet, ähnliches machten die Alperia-Werke bei der Wasserkraft, sagte Bordonetti. Dabei möchte man schonend vorgehen, ergänzte er.<h3> Blumenwiesen im ganzen Land</h3>Die Blumenwiesen sollen nicht nur im Vinschgau bzw. in Laas, Glurns und Naturns entstehen, Ähnliches sei im gesamten Land geplant, wurde bei der Vorstellung des Projektes erklärt. Man suche Flächen auf allen Werken, die der Alperia-Gruppe zur Verfügung stünden. Nun also wurde ein erster Schritt in Laas gesetzt, weitere werden folgen. <BR />Die in diesem Sinne „ersten“ Samen stammen aus dem Vinschgau, Wiesen bei Naturns (Eigentümerin Aloisia Ruatti), Prad (Gerhard Plieger) und am Allitzer Berg (Gerhard Schwalt) werden gemäht und dienen als Samenlieferanten. Die Mahd dieser artenreichen Wiesen werde auf die neu anzulegenden Flächen übertragen, wie Klara Hansen vom Netzwerk Blühende Landschaft erklärte. Sie und Projektleiter Thomas Trienbacher waren bei der Vorstellung des Ganzen in Laas mit dabei.<h3> Nelken, Salbei und dergleichen mehr</h3>Lichtnelken, Glockenblumen, Wiesensalbei, Margeriten oder Wiesenflockenblumen – all das und noch viel mehr soll künftig die Biodiversität stärken und Insekten bzw. Tieren als Refugium und Nahrungsquelle dienen. An eine Bewässerung der Flächen beim Kraftwerk wird nicht gedacht, die Wildpflanzen wie jene vom Allitzer Berg sollten auch mögliche Trockenperioden überstehen, sagte Klara Hansen. Sie hätten sich ja an Vinschger Verhältnisse anpassen können.<BR />Die Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger war sehr angetan vom Biodiversitätsprojekt. Auch die Gemeinden bzw. der Bezirk hätten sich in diesem Sinne engagiert – und je mehr Beteiligte es gebe, umso besser für Umwelt, Natur und letztendlich den Menschen, lautete die einhellige Meinung aller Beteiligten.