Es brauchte einige Gespräche, um das Projekt Höfeweg samt Schausäge umzusetzen. Nun können im fast dem Verfall preisgegebenen Sägewerk Gereuth im Bärenbachgraben wieder Holzstämme zu Brettern verarbeitet werden – so wie es Generationen von Bauern taten, allein mit Hilfe der Kraft des Wassers.<BR /><BR />Am 29. Juli wurde die sanierte Säge, die Teil des neuen 5,4 Kilometer langen Gereuther Höfeweg ist, im Beisein von Gereuther Bergbauern, Vertretern aus Politik und Tourismus sowie den ausführenden Firmen gesegnet. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Pfeffersberg spielte dazu auf.<BR /><BR />Stadtrat Peter Natter und Bürgermeister Peter Brunner sprachen von einem Pfeffersberger Herzensprojekt, mit dem Tradition und Brauchtum erlebbar bleibt. Gemeinderat und Initiator Sepp Unterrainer rekapitulierte die Geschichte des Projekts, das in Zusammenarbeit zwischen den Gereuther Bauernhöfen, der Tourismus-Genossenschaft und der Gemeinde Brixen im Rahmen des EU-Förderprogrammes zur Entwicklung des ländlichen Raums Leader-Gebiet Sarntaler Alpen realisiert werden konnte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="923815_image" /></div> <BR /><BR />Als Schwergeburt bezeichnete Unterrainer die Sanierung der Säge im Eigentum der Interessentschaft Gereuth. Um die EU-Förderung in Höhe von 80 Prozent der Kosten beantragen zu können, musste diese für 25 Jahre der Gemeinde verpachtet werden. <BR /><BR />Von der Sanierung der Schausäge durch die Firma Unionbau erzählte deren Mitarbeiter Klaus Niederkofler. Pater Giampietro Pellegrini und Pfarrer Hans Kronbichler segneten sie. <h3> Geschichte der Hofstellen</h3>Da die Gereuther Höfe das erste geschlossene Heumilch-Gebiet des Milchhofs Brimi bildeten, sollte der neue Rundweg ursprünglich unter das Thema Heumilch gestellt werden, berichteten Werner Zanotti und Hubert Mair von der Tourismus-Genossenschaft. Bei der Begehung des Gebietes habe man erkannt, dass stattdessen die zum Teil Jahrhundertalte Geschichte der Hofstellen erzählt werden sollte.<BR /><BR />Josef Mair von der LAG Sarntaler Alpen sieht im Gereuther Projekt alle Ziele des Leader-Programms verwirklicht: Das, was mit der öffentlichen Hand umgesetzt wurde, ist von der Bevölkerung selbst angestoßen worden. In diesem Sinne wünschte Mair, dass die am Rundweg gelegenen Höfe auch davon profitierten und das Projekt weitergehe. Fraktionsvorsteher Konrad Eisenstecken wüsste bereits wie: Eine Mühle in der Nähe wäre es ebenso wert, als Kulturgut erhalten zu werden. Zanotti bot die Unterstützung bei der Organisation eines Höfefestes entlang des Weges an. Ausgangspunkt dazu ist der neue Parkplatz im Bereich des Zehrehofes. <BR />