Sara Khalifa und elf weitere Personen wurden wegen der Herstellung, des Vertriebs und des Handels mit synthetischen Drogen sowie wegen des Besitzes und des Führens von Schusswaffen und Munition ohne Genehmigung zum Tod durch Erhängen verurteilt, wie internationale Medien berichten.<BR /><BR />Die 39-jährige Khalifa, die in Ägypten vor allem als Moderatorin von „Mission Impossible“ bekannt ist – einer Sendung, die sich mit Kriminalität und Sicherheit befasst –, wurde von einem Gericht in Kairo verurteilt.<BR /><BR />„Ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen, mit dem stärksten Eid, dass mir Unrecht getan wurde“, soll sie laut CNN aus dem Gerichtssaal geschrien haben. Sie weinte während der Urteilsverkündung und flehte um „Gnade und Menschlichkeit“, so der Sender. Khalifa soll dem Gericht zudem mitgeteilt haben, dass sie an einem Tumor leide. Das berichten auch internationale Medien wie die britische „Daily Mail“ und die deutsche „Bild“-Zeitung in ihren Online-Ausgaben.<BR /><BR />Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.<h3> Das wird Khalifa vorgeworfen</h3>Die regierungsnahe Zeitung „al-Ahram“ berichtete, der Prozess stützte sich auf 20 Zeugenaussagen und fotografische Beweise für Khalifas mutmaßliche kriminelle Aktivitäten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, zwei Wohnungen als Labore zur „Lagerung und Herstellung der Drogen“ genutzt zu haben.<BR /><BR />Laut Amnesty International haben Gerichte in der Vergangenheit bereits Todesurteile „nach grob unfairen Verfahren“ verhängt, schreibt die „Daily Mail“. Die ägyptische Kommission für Rechte und Freiheiten gab demnach an, dass im vergangenen Jahr über 500 Todesurteile verhängt wurden.<BR /><BR />Khalifa wurde offenbar zudem zusammen mit anderen in einem separaten Fall, bei dem es um die Entführung und Körperverletzung eines jungen Mannes ging, zu fünf Jahren Haft verurteilt. <BR /><BR />Als der Fall im April 2025 erstmals an die Öffentlichkeit gelangte, gab das Innenministerium die Beschlagnahmung von etwa 200 Kilogramm Betäubungsmitteln und Rohstoffen sowie von Goldschmuck, Geldbeträgen in Landes- und Fremdwährungen und fünf Autos bekannt, bei denen es sich seiner Aussage nach um Erlöse aus kriminellen Aktivitäten handelte. Der Wert soll im dreistelligen Millionenbereich liegen.<BR /><BR />Weitere Ermittlungen ergaben offenbar, dass die Gesamtmenge der in diesem Fall beschlagnahmten Drogen und Rohstoffe 750 Kilogramm überstieg. Ägyptischen Berichten zufolge wurde ihr Marktwert nach der Verarbeitung auf über eine Milliarde geschätzt.