Der Schüler, der mit seiner Familie auf Malta lebt, wurde daraufhin von den Justizbehörden in Valletta verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, einen falschen Bombenalarm ausgelöst zu haben. Nach Angaben seiner Eltern verbrachte der Jugendliche die ersten 96 Stunden im Erwachsenengefängnis von Corradino. Dort habe er demnach eine schwere psychische Krise erlitten und sich selbst verletzt. Anschließend sei er in eine Jugendhaftanstalt verlegt worden.<BR /><BR />Die Eltern, die seit fünf Jahren auf Malta leben, kritisieren die Bedingungen der Unterbringung. Ihr Sohn sei nach der Verhaftung am 25. <BR />Mai mehr als vier Wochen isoliert gewesen. Er habe in einer Zelle mit defektem Waschbecken gesessen und zeitweise ohne Besteck essen müssen. <BR /><h3> Die Familie bezeichnet Haftbedingungen als unmenschlich</h3>Inzwischen dürfe er zwar fernsehen und an einem Tisch essen, bleibe aber weiterhin von anderen Jugendlichen getrennt. Zudem werde er rund um die Uhr von einer Kamera überwacht. Die Mutter äußerte Sorge über die Belastung durch die lange Haft: Sie frage sich, wie lange ihr Sohn diese Situation noch verkraften könne. <BR /><BR />Die Familie bezeichnet die Bedingungen als unmenschlich und rechtlich bedenklich. Der Vater erklärte, die einzige Erleichterung sei der Umgang einiger Gefängnisbediensteter, die sich nach seinen Angaben verständnisvoll zeigten und selbst nicht nachvollziehen könnten, warum der Jugendliche unter diesen Umständen festgehalten werde. <BR /><BR />Nach Informationen aus dem Umfeld der Ermittlungen soll der Jugendliche zuvor Kontakt zu problematischen Personen gehabt haben. Die Behörden stuften ihn deshalb offenbar als potenziell gefährlich ein. Das italienische Außenministerium verfolgt den Fall nach eigenen Angaben aufmerksam und hat ihn bei den maltesischen Behörden angesprochen. Bei den Gerichtsterminen ist italienisches Diplomatenpersonal anwesend. <BR />Nach einem Treffen am 26. Juni will die italienische Botschafterin Valentina Setta den Jugendlichen erneut besuchen. Die nächste Anhörung im Fall ist für den 19. August angesetzt.