Herr und Frau Südtiroler verreisen nach wie vor gerne, auch wenn der Osterurlaub meist kürzer ausfällt und die angespannte geopolitische Lage zunehmend Einfluss auf die Reisepläne nimmt. „So weit wie möglich nach Westen lautet die Devise“, stellt etwa Verena Wenter von Primus Touristik in Bozen fest. Vor allem Ziele wie Portugal, Spanien oder Island seien beliebt, eine gewisse Zurückhaltung gebe es hingegen bei Fernreisen. „Über Ostern wurden Reisen in die Emirate storniert oder umgebucht. Was den Sommerurlaub betrifft, tendieren viele dazu, noch abzuwarten“, so Wenter. Während der Wunsch nach Sicherheit auf Reisen steigt, klettern auch die Treibstoffpreise in die Höhe. Der Reiselust tue dies aber keinen Abbruch: „Fahren wollen dann doch alle, den Urlaub lässt man sich ungern ja nehmen“, so Wenter. Ein Gewinner sei aktuell vor allem der Flughafen Bozen. <h3> Boom am Flughafen Bozen</h3>Diesen Trend bestätigt auch Petra Überbacher von Alpina Tourdolomit in Lana. „Während wir bei Fernreisen einen eindeutigen Einbruch merken, boomt der Bozner Flughafen“, so Überbacher. Besonders Westeuropa liege im Trend, auch wenn die Reiseziele dort, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Nachfrage, nichts für den kleinen Geldbeutel sind. „Da überwiegt bei den meisten aber der Wunsch nach Sicherheit“, so Überbacher. An Ostern zieht es daher viele in nahegelegene Städte, auch Busreisen sind beliebt.<h3> Unsicherheit bei Fernreisen</h3>Die Kundschaft von Mein Reisebüro in Brixen hält die kurze Ferienzeit an Ostern hingegen nicht von Reisen nach Ägypten oder auf die Kanaren ab. „Reisen in die Emirate wurden storniert oder auf andere Ziele wie Marokko umgebucht“, weiß Inhaber Marius Gebhard. Auf die Buchungslage im Sommer habe der Nahost-Konflikt weniger Auswirkungen. „Klassische Ziele wie Italien oder Griechenland werden weiterhin gerne gebucht, bei Fernreisen überwiegt aber die Unsicherheit“, so Gebhard. <BR /><BR />Im Pustertal scheint sich die geopolitische Lage etwas stärker auf die Reiselust auszuwirken. „Bei den Buchungen merkt man durchaus, dass weniger Leute verreisen“, sagt Hans Christian Oberarzbacher vom Reisebüro Serbus in Sand in Taufers. Bereits seit der Corona-Pandemie gebe es einen Trend hin zu inneritalienischen Reisen. „Viele Familien und Paare verschlägt es daher in einen kurzen Wellnessurlaub oder eine Städtereise“, so Oberarzbacher.