Ziel sei es gewesen, „entschlossen“ gegen Takaichis „falsche Äußerungen und Handlungen“ zu protestieren. Takaichi hatte am vergangenen Freitag im Parlament in Tokio gesagt, eine militärische Eskalation des Taiwan-Konflikts mit China etwa durch den Einsatz von Kriegsschiffen könne auch Japan in seiner Existenz bedrohen. Sie schloss in einem solchen „Worst-Case-Szenario“ einen Einsatz japanischer Soldaten nicht aus und verwies auf das Recht auf „kollektive Selbstverteidigung“.<BR /><BR />China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt.<BR />„Wenn jemand es wagt, sich in irgendeiner Form in Chinas Einigungsprozess einzumischen, wird China mit Sicherheit hart zurückschlagen“, hieß es in der Erklärung des chinesischen Außenministeriums.<h3> Haltung Tokios zu Taiwan unverändert</h3>Der japanische Regierungssprecher Minoru Kihara betonte unterdessen, die Haltung Tokios zu Taiwan bleibe unverändert. „Frieden und Sicherheit in der Straße von Taiwan sind nicht nur für Japans Sicherheit, sondern für die Stabilität der internationalen Gemeinschaft wichtig“, sagte er. Japan werde China weiterhin „nachdrücklich dazu auffordern“, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.<BR /><BR />Takaichi, die im vergangenen Monat als erste Frau an der Spitze einer japanischen Regierung ernannt wurde, war in ihrem vorherigen Amt als Ministerin für wirtschaftliche Sicherheit als lautstarke Kritikerin Chinas aufgetreten.<BR /><BR />Takaichi kritisierte wiederholt die militärische Aufrüstung Pekings im asiatischen Pazifikraum und verstärkte die Zusammenarbeit mit Taiwan. Mittlerweile hat sie ihren Ton etwas gedämpft und nennt China einen wichtigen Nachbarn. Japan und China sind wichtige Handelspartner, jedoch wird die Beziehung zwischen beiden Staaten durch historisch bedingtes Misstrauen und Spannungen aufgrund territorialer Rivalitäten und militärischer Aufrüstung regelmäßig auf die Probe gestellt.