Ein Elternteil hatte sich besorgt an die Kindergartenleitung gewandt, als man in die engere Planung der Erlebniswoche stieg. Was, wenn plötzlich Wölfe oder gar Bären auftauchen?, war der Tenor der Botschaft, und gleich suchte man zusammen mit der Kindergartendirektion nach Lösungen. <BR /><BR />„Es ist eine Diskussion entstanden, aus der hervorging, dass die Sicherheit der uns anvertrauten Kinder an oberster Stelle liegt. Nun können wir nicht hundertprozentig garantieren, dass nichts passiert, und so sahen wir uns gezwungen, eine weniger gefährliche Alternative anzubieten“, erläutert Kindergartendirektorin Genny Ploner die Entscheidung, die ganz im Sinne der Kinder und der Sicherheit gefallen ist.<BR /><BR />Gleichzeitig hat man aber auch ein Alternativangebot zusammengestellt. „Die Kinder verbringen trotzdem die Zeit in der freien Natur, machen dort ihre Erfahrungen und Beobachtungen, gehen aber nicht direkt in den Wald“, erzählt die Direktorin, die hinzufügt, diese Entscheidung sei für alle nachvollziehbar.<BR /><BR />Das sehen auch andere Eltern so, die aber trotzdem einen offenen Brief an die Landespolitik geschrieben haben. 14 Familien haben darin einerseits ihr Verständnis für die Maßnahme des Kindergartens ausgedrückt, sprechen aber auch klar aus, dass die Politik tätig werden müsste, indem sie schreiben: „Wir appellieren deshalb an Sie als Landesräte unserer Provinz, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die pädagogischen Fachkräfte im ganzen Land zu ermutigen, solche Projekte auch weiterhin durchzuführen. Es ist wichtig, dass die Politik sie von der Verantwortung entlastet und klare Richtlinien und Unterstützung bietet.“ Menschenschutz sei eben wichtiger als Großraubtierschutz.<BR />