„Wir befassen uns nur mit der Meinungsbildung im AVS, und die Positionen sind hier klar. 60 Prozent sind für die Holzschilder und für 40 Prozent können die Schilder auch aus einem anderen Material bestehen“, sagt der AVS-Vorsitzende Georg Simeoni. Die Internet-Fangemeinde für die bestehenden Holzschilder hat der Terlaner Harald Tschörner mit „Pro-Holzwegweiser in Südtirol“ zusammengetrommelt. Mittlerweile zählt diese Gruppe 1790 Leute – deutscher und italienischer Sprache.Ausgehend von dieser Internet-Initiative ist man auch im AVS Bozen um den ehemaligen AVS-Vorsitzenden Luis Vonmetz aktiv geworden und hat Unterschriften beispielsweise bei der 50-Jahr-Feier der Schlernbödele-Hütte gesammelt. Aber mit mäßigem Erfolg. „Bis jetzt habe ich 29 Unterschriften bekommen“, so Simeoni. Er persönlich habe „mit Aluminium-Schildern kein Problem“. Als AVS-Landesleitung sei man für jede Mehrheitslösung offen. „Ich bin für eine anständige Lösung, die langlebig, finanzierbar und durchführbar ist“, so Simeoni.Indessen scheinen die Fronten zwischen Politik und AVS aufzuweichen. „Die ganze Angelegenheit soll nicht zu einer politischen Konfrontation führen. Eine solche Sache zu verpolitisieren, ist das Blödeste, was man tun kann“, sagt Tourismuslandesrat Hans Berger. „Wenn die Mehrheitsmeinung für die Holzschilder ist, dann soll das weiter so gehandhabt werden. Ich selbst bin für Schilder, die gut sichtbar und haltbar sind.“Die Schilder müssten nicht zwangsläufig aus Aluminium sein. „Es gibt mittlerweile auch recycelte Holzstoffe, die genauso langlebig sind wie Alu-Schilder“, so Berger.Laut Landesrat wäre es angebracht, schon bald zu einer Lösung zu kommen, da im Zuge des Fitto-Durnwalder-Abkommens wahrscheinlich einige Schilder auszutauschen sein werden. „Ein guter Zeitpunkt, mit dem Schilderwald aufzuräumen, denn der ließe sich sicher um 30 bis 40 Prozent reduzieren“, ist Berger überzeugt. Auch Simeoni hofft auf eine baldige Lösung der Toponomastikfrage: „Denn die Schilder sind nur ein Nebenkriegsschauplatz.“Indessen kommt in zwei Wochen im Landtag ein Lega-Beschlussantrag zu den Wegweisern zur Behandlung, wo auch die Internet-Gruppe möglicherweise auftauchen könnte.D/lu