Dienstag, 06. März 2018

Wehrmann in Bruneck beschimpft: „So geht's nicht weiter“

Zuerst unterlassene Hilfeleistung in Toblach, dann wüste Beschimpfungen gegen einen Wehrmann in Bruneck: Weil der Verkehr nach einem Unfall mit 4 Fahrzeugen zu Verzögerungen im Straßenverkehr führte, verlor ein Autolenker die Geduld - und beschimpfte einen der Wehrmänner.

Ein ungeduldiger Autofahrer fuhr zunächst das Warndreieck der Feuerwehr um, anschließend beschimpfte er einen Wehrmann wüst. - Foto: FFW Bruneck
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Ein ungeduldiger Autofahrer fuhr zunächst das Warndreieck der Feuerwehr um, anschließend beschimpfte er einen Wehrmann wüst. - Foto: FFW Bruneck

Am Dienstagmorgen hatte sich ein Fahrzeug auf der Pustertaler Staatsstraße überschlagen. Rund 40 Autos rauschten an dem Fahrzeug vorbei, bis eines anhielt und Hilfe leistete. Dabei handelte es sich um ein Mitglied der Feuerwehr - also jemand, der es gewohnt ist, Menschen ohne Zögern zu helfen.

Während diesem Feuerwehrmitglied jedoch der Dank der geretteten Person sicher war, musste sich ein Kollege in Bruneck von einem Autolenker beschimpfen lassen.

Kommandant: „Muss auch meine eigenen Leute schützen“

Gegen 13.30 Uhr hatte sich auf der Reischacher Straße ein Unfall ereignet: 4 Fahrzeuge waren aufeinander geprallt, vermutlich aufgrund der schlechten Fahrverhältnisse wegen des regnerischen Wetters. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Freiwillige Feuerwehr von Bruneck rückte umgehend aus und versuchte, bis zum Eintreffen der Behörden den Verkehr so gut wie möglich einspurig aufrecht zu erhalten. Natürlich kam es dennoch zu kurzen Wartezeiten - und das war einem der Autolenker wohl zuviel.

Erst fuhr er das Warndreieck der Feuerwehr um, anschließend musste sich einer der Wehrmänner wüste Beschimpfungen anhören. Ein Zwischenfall, der immer öfter passiert, erklärt der Kommandant der FFW Bruneck, Reinhard Weger.

„So geht es auf keinen Fall weiter. Ich verstehe ja, dass niemand gerne wartet, aber manchmal geht es nicht anders. Die Feuerwehrleute haben ja versucht, die Straße trotz 4 verunfallter Fahrzeuge offen zu halten und so ein Durchkommen zu ermöglichen. Aber es mangelt in letzter Zeit immer öfter an Rücksicht und Respekt. Und da muss ich mir als Kommandant ehrlich Gedanken machen, ob wir in solchen Situationen künftig nicht einfach die Straße vollständig sperren - schließlich muss ich auch meine eigenen Leute schützen.“

stol/liz

stol