Die Nachricht überbrachte Landtagspräsident Arnold Schuler den Fraktionssprechern. Der Bischof habe seine Teilnahme an der Weihnachtsfeier mit Abgeordneten und Mitarbeitern des Landtags, der Ombudsstellen und des Rats der Gemeinden am letzten Sitzungstag im Jahr nicht nur schriftlich abgesagt. „Ich habe auch noch persönlich mit ihm telefoniert, doch er ist der Meinung, dass er angesichts der jüngsten Diskussionen besser nicht teilnimmt“, so Schuler.<h3> „Oft ganz und gar nicht weihnachtlich-versöhnlich“</h3>Jetzt macht sich der Landtag auf die Suche nach einer anderen Persönlichkeit, die im Landtag eine kurze Ansprache hält. „Nicht immer kam der Bischof zu uns, mitunter war es auch ein Abt. Doch ein anderer kirchlicher Vertreter macht jetzt wohl keinen Sinn“, so Schuler. Auf besinnliche Gedanken wolle der Landtag aber nicht verzichten. „Schließlich geht es bei uns oft ganz und gar nicht weihnachtlich-versöhnlich zu“, so Schuler.<h3> SVP bedauert Absage</h3> Bedauern kommt von der SVP. „Ich bedauere die Absage des Bischofs, auch wenn ich sie aus menschlicher Sicht verstehe“, so Harald Stauder. Bemerkenswert sei, dass die Polemik um den Bischof und die damit zusammenhängende Absage von politischen Gruppierungen initiiert wurde, die sonst immer Heimat, Tradition und Glaube „wie eine Monstranz“ vor sich hertragen. „Sobald sich aber billige Polemik anbietet, gewinnt sie Überhand“, so Stauder.