Bei seiner Ankunft wurde er von der palästinensischen Bevölkerung freundlich begrüßt.Bei kühlem und windigem Wetter – in der Nacht zuvor waren die spätherbstlichen Temperaturen um zehn Grad abgesackt – legte der 52-jährige Erzbischof das letzte Stück durch die Straßen Bethlehems zu Fuß zurück.Entlang des Weges hatten sich mehrere tausend Menschen eingefunden, die ihn freundlich begrüßten.Der Norditaliener Pizzaballa schüttelte viele Hände. Angeführt wurde der Prozessionszug von rund einem Dutzend Pfadfindergruppen und Musikkorps.Mit klassischen Blasinstrumenten, aber auch mit Dudelsack intonierten sie Weihnachtslieder wie „Adeste Fideles“ und „Gloria“.Wie in den vergangenen Jahren galten entlang der Wegstrecke scharfe Sicherheitsvorkehrungen.Einen längeren Stopp gab es für die Prozession auf dem überfüllten Krippenplatz vor der Geburtskirche.In der Mitte des Platzes, auf dem die Päpste bei ihren Heilig-Land-Besuchen eine Messe unter freiem Himmel gefeiert hatten, war einer großer Weihnachtsbaum mit goldenen und roten Verzierungen aufgestellt.Stimmung diesmal gedrückterAllerdings war die Stimmung diesmal etwas gedrückter als in früheren Jahren, wie langjährige Beobachter meinten. Die jüngste Jerusalem-Erklärung von US-Präsident Donald Trump hatte auch in der Geburtsstadt Jesu Unruhen ausgelöst.Zudem war der zuvor florierende Tourismus extrem eingebrochen. Zu den Weihnachtstagen selbst waren die Hotels nun wieder gut ausgebucht.Im späteren Tagesverlauf erwartet der Patriarchats-Administrator Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas zum Abendessen im Franziskanerkloster neben der Geburtskirche.Um Mitternacht feiert Pizzaballa in der katholischen Katharinenkirche die Christmette.Dieser Gottesdienst wird von TV-Stationen in alle Welt übertragen.Zum Abschluss der Messe trägt er eine Figur des Jesuskindes in die mit einem silbernen Stern markierte Geburtsgrotte. Die Geburtskirche selbst wird vorrangig von orthodoxen Christen genutzt.Die Lateiner können ihre Liturgien täglich nur zu bestimmten Zeiten feiern.apa