Ein Boot mit 166 vor dem Bürgerkrieg aus Libyen geflohenen Menschen – darunter auch ein Dutzend Frauen und Kinder – erreichte die winzige Insel am frühen Morgen.Weitere fünf überladene Boote mit Flüchtlingen befänden sich noch im Mittelmeer bis zu 70 Seemeilen vor der Insel, hieß es. Darunter seien auch etwa 220 Flüchtlinge, die schon in der Nacht die italienische Küstenwache alarmiert hatten, weil ihr brüchiges Fischerboot von Schiffbruch bedroht sei. Über die Nationalität der Immigranten wurde zunächst nichts bekannt.Seit Beginn der nordafrikanischen Revolutionswelle im Januar waren über 30 000 Menschen auf der nur 20 Quadratkilometer großen Insel Lampedusa angekommen – großteils Tunesier. Nach der Besiegelung eines Abschiebe-Abkommens zwischen Rom und Tunis Anfang April und angesichts anhaltender Kämpfe in Libyen kommen zunehmend Flüchtlinge von dort auf die Insel, die für sie das „Tor nach Europa“ ist.dpa