Montag, 19. Juli 2021

Weitere 17 Tote und noch zahlreiche Vermisste im Hochwassergebiet

Am fünften Tag nach dem verheerenden Unwetter sind in Rheinland-Pfalz noch immer Tote geborgen worden. Ihre Zahl stieg von Sonntag auf Montag um 17 auf 117. Die Polizei rechnet mit weiteren Toten.

Weinend liegen sich zwei Brüder vor ihrem von der Flut zerstörten Elternhaus in den Armen. Zahlreiche Häuser in dem Ort wurden komplett zerstört oder stark beschädigt, es gibt zahlreiche Todesopfer.
Weinend liegen sich zwei Brüder vor ihrem von der Flut zerstörten Elternhaus in den Armen. Zahlreiche Häuser in dem Ort wurden komplett zerstört oder stark beschädigt, es gibt zahlreiche Todesopfer. - Foto: © APA/dpa / Boris Roessler
„In welchem Ausmaß, können wir nicht sagen“, berichtete Polizeisprecher Lars Brummer in Koblenz. Wie viele Menschen vermisst würden, sei immer noch unklar, weil die Handy- und Telefonnetze noch immer nicht überall funktionierten. Zudem konnten noch nicht alle Meldungen abgeglichen werden.

Kritik am Katastrophenschutz war weder aus den Kreisen und Kommunen, noch von der politischen Opposition zu hören. „Im Moment kümmern wir uns um das, was passiert ist“, hieß es im Krisenstab im besonders schwer getroffenen Kreis Ahrweiler. Der Kreis Vulkaneifel und der Eifelkreis Bitburg-Prüm sehen zunächst keine Mängel bei der Alarmkette. Im Kreis Trier-Saarburg stand eine Analyse noch aus. Die Landesregierung hatte am Sonntag auf das rasante Tempo verwiesen, mit dem Wassermassen alles mitgerissen hatten.

Insgesamt starben in Deutschland über 150 Menschen durch das Hochwasser.

dpa