Sonntag, 20. September 2020

Österreich: Weitere Einschränkungen für Feiern, Freizeit und Gastro

Seit Mitternacht gelten in Österreich weitere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus und Covid-19, die privates Feiern, die Freizeitgestaltung, die Gastronomie und Märkte und Messen betreffen. Die österreichische Regierung hofft, damit einen 2. Lockdown verhindern zu können. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zeigte sich zuversichtlich, „dass wir nicht in eine 2. Welle hineinkippen“.

Der Mund-Nasen-Schutz ist auf sämtlichen Märkten verpflichtend.
Der Mund-Nasen-Schutz ist auf sämtlichen Märkten verpflichtend. - Foto: © APA (Symbolbild) / GERT EGGENBERGER
Bei privaten Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind nur mehr 10 Personen statt bisher 50 erlaubt. Umfasst sind davon laut österreichischem Gesundheitsministerium „soziale Aktivitäten in Gruppen“, also beispielsweise Yoga-Kurse, Zumba-Stunden, Karten-Runden und Spieleabende, aber auch Filmvorführungen, Ausstellungen sowie Hochzeiten und Tauf-, Firm- und Erstkommunionfeiern. Ausgenommen sind lediglich Begräbnisse.

Die neuen Obergrenzen - im Freien sind bei nicht professionell organisierten Veranstaltungen ohne Sicherheitskonzept höchstens 100 Personen gestattet - gelten nicht im beruflichen Bereich, also auch nicht für den Profi-Sport. Explizit von der Regierung ausgenommen wurden private Wohnungen, für die es keine Limits, sondern nur die Empfehlung gibt, nicht über Gebühr Gäste zu empfangen.

Zudem wird die Maskenpflicht in Österreich verschärft. Mund-Nasen-Schutz ist nunmehr auf sämtlichen Märkten und Messen auch im Freien zu tragen, in der Gastronomie in Innenräumen von Kunden und Personal gleichermaßen. Abgenommen werden darf die Maske beim Wirten nur mehr am Sitzplatz, wobei nur mehr höchstens 10 Personen pro Tisch zulässig sind. An die seit längerem verbindliche Sperrstunde von 1 Uhr muss man sich jetzt auch bei geschlossenen Veranstaltungen - privat angemietete Clubs oder Lokale - halten.

apa/stol