Montag, 02. November 2015

Weitere Ermittlungen zum Tod der Jungen Mohamed und Elias

Der Fall der beiden getöteten Kinder Mohamed und Elias werden Ermittlungsbehörden und Justiz noch länger beschäftigen. Zu Wochenbeginn werden die nächsten Schritte getan.

Foto: © APA/EPA

Polizei und Staatsanwaltschaft sind weiter bemüht, den Tod der beiden Jungen Mohamed und Elias in der Region Berlin-Brandenburg lückenlos aufzuklären. Am Wochenende hatte eine DNA-Analyse letzte Gewissheit gebracht, dass auch der im Juli in Potsdam verschwundene sechsjährige Elias tot ist. Ein tatverdächtiger 32 Jahre alter Mann sitzt inzwischen in Berlin in Untersuchungshaft.

Wegen des Mordes an dem Flüchtlingsjungen Mohamed liegt bereits ein Haftbefehl gegen ihn vor. Inzwischen hatte er auch gestanden, Elias umgebracht zu haben. Im Laufe der kommenden Woche soll das gesamte Verfahren nach Brandenburg verlagert werden.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam will dann einen erweiterten Haftbefehl wegen Mordes an Elias beantragen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sexuelle Motive im Spiel waren. Ob der Erstklässler sexuell missbraucht wurde, sei aber noch unklar. Die Ergebnisse der Obduktion liegen noch nicht vor.

Seit Donnerstag schweigt der mutmaßliche Doppelmörder. Seinen Schrebergarten in Luckenwalde hatte die Polizei am Wochenende komplett umgegraben. Weitere Opfer wurden nicht gefunden. Der 32-Jährige hatte im Fall Elias bislang nur ein kurzes Geständnis ohne Details abgelegt.

dpa

stol