Donnerstag, 23. April 2020

Weitere Lockerungen in Aussicht

Die italienische Regierung will nach Ende des Lockdowns am 3. Mai die Bewegungsfreiheit der Bürger wieder ausweiten. So könnte künftig zwar die Wohngemeinde verlassen werden, aber nicht die Region, wie italienische Medien berichten. Dies wurde nach einem Treffen des Expertenkomitees mit Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend bekannt.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte.
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Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. - Foto: © ANSA / Filippo Attili/Palazzo Chigi
Seit 11. März gilt in Italien unter anderem ein Reiseverbot. Dieses könnte ab Montag, 4. Mai gelockert werden. Bürger könnten sich demnach auch aus nicht dringenden Gründen und mit Fahrzeugen über ihre Wohngemeinde hinaus bewegen. Jedoch nur bis zur Regionengrenze.

Zudem könnte es ab Mai einige weitere Lockerungen geben. Ab Mitte Mai sollte der gesamte Detailhandel wieder öffnen, danach Restaurants und Lokale. Die Maßnahmen, die Premier Giuseppe Conte vorstellen wird, werden jedoch von der weiteren Entwicklung der Epidemiekurve abhängen. Conte führt intensive Beratungen in Hinblick auf die „Phase 2“ mit einer Lockerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps. Die neuen Vorschriften sollen spätestens bis Samstag vorgestellt werden, hieß es in Rom.

Weitere Betriebe können Arbeit aufnehmen

2,8 Millionen Italiener sollten dank der Lockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai wieder die Arbeit aufnehmen können. Schon ab kommendem Montag (27. April) werden einige Betriebe die Arbeit aufnehmen können, die die Sicherheitsprotokolle für Mitarbeiter und Kunden einhalten, vor allem in der Autoproduktion, der Modebranche und in der Baubranche.

Conte prüfte auch Protokolle für die Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Prioritär ist die Frage der Distanz, die in Zügen, U-Bahnen und Bussen berücksichtigt werden soll. An Bord öffentlicher Verkehrsmittel soll Mundschutz Pflicht sein.

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stol/apa

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