Freitag, 23. Oktober 2020

Weitere Regionen verschärfen Maßnahmen

Mehrere italienische Regionen verschärfen angesichts der steigenden Zahl von Conavirus-Infektionsfällen die restriktiven Maßnahmen. So wollen nach der Lombardei, Kampanien und dem Latium auch Kalabrien und die Insel Sardinien ab dem kommenden Wochenende ein nächtliches Ausgangsverbot einführen von 00.00 bis 5.00 Uhr.

In mehreren italienischen Regionen gibt es nun nächtliche Ausgangssperren. Im Bild: Turin
In mehreren italienischen Regionen gibt es nun nächtliche Ausgangssperren. Im Bild: Turin - Foto: © ANSA / ALESSANDRO DI MARCO / Z63
Sardinien denkt an eine 2-wöchige Schließung von Häfen und Flughäfen, um weitere Infektionsherde auf der Insel zu verhindern.

Außerdem soll sowohl in Kalabrien, als auch auf Sardinien Fernunterricht ausgedehnt werden, um zu vermeiden, dass zu viele Schüler die öffentlichen Verkehrsmittel belasten, berichteten italienische Medien.

Die beiden süditalienischen Regionen folgen somit dem Beispiel der Regionen Kampanien, Lombardei und Latium mit der Hauptstadt Rom, die bereits in den vergangenen Tagen eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen haben. (STOL hat berichtet) Im Piemont und in der Lombardei sind am kommenden Wochenende Einkaufszentren geschlossen. Supermärkte bleiben nach wie vor offen.

Zur Entlastung der öffentlichen Verkehrsmittel in Zeiten steigender Coronavirus-Ansteckungen hat die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi beschlossen, auf private Busunternehmen zu setzen. Die Gemeinde will auf Touristenbusse zurückgreifen. Dafür sollen mehr Fahrzeuge auf den Linien mit mehr Fahrgästen unterwegs sein. Ziel sei die Reduzierung der Passagieranzahl im öffentlichen Nahverkehr während der Stoßzeiten.

Inzwischen will sich die Regierung bemühen, die täglich durchgeführten Anti-Covid-19-Tests von den heutigen 170.000 auf 400.000 pro Tag zu steigern. Auch Hausärzte sollen in ihren Praxen Schnelltests durchführen können.

apa/stol