Mittwoch, 25. März 2020

Welche Geschäfte geschlossen sind – und welche offen bleiben dürfen

Zahlreiche Geschäfte und Lokale sind in Italien aufgrund der Coronavirus-Krise geschlossen – bis auf jene zur Deckung der Grundbedürfnisse. STOL präsentiert den Überblick.

Alles geschlossen: Die Lauben in Bozen als „Geistergegend“.
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Alles geschlossen: Die Lauben in Bozen als „Geistergegend“. - Foto: © DLife/DF
Die italienische Regierung hat am Mittwochabend (11. März) weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gesetzt. Zahlreiche Geschäfte im ganzen Staat, außer jene, die Produkte des grundlegenden Bedarfs anbieten, wurden mit Donnerstag , 12. März, geschlossen, der Handel steht so gut wie still.

Am Samstagabend, 21. März, wurden die Maßnahmen nochmals verschärft. Unter anderem mussten mit spätestens Mittwoch, 25. März, Fabriken und Unternehmen schließen, außer es handelt sich um lebensnotwendige Produktionsaktivitäten bzw. Poduktionen, die für die systemrelevanten Lieferketten notwendig sind.

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Geöffnet bleiben dürfen

Lebensmittelgeschäfte wie Supermärkte, Metzgereien, Bäckereien und dergleichen
Apotheken und Drogerien
Zeitungsgeschäfte, Kioske und Tabaktrafiken
Elektrofachgeschäfte, Computergeschäfte ( unter anderem für Reparatur und Instandhaltung der Geräte)
Baumärkte
Optiker und Fotogeschäfte
Wäschereien
Banken und Versicherungsagenturen
Tankstellen
Tierhandlungen
Autowerkstätten

Eisenwaren, Glas, Hygieneartikel, Beleuchtungsartikel sowie orthopädische Artikel
dürfen ebenfalls weiterhin verkauft werden.

Unabhängig von den Ausnahmeregelungen können Geschäftsinhaber ihre Geschäfte natürlich dennoch schließen.

Laut einer Regelung der Südtiroler Landesregierung müssen sämtliche Geschäfte, auch Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte, vorerst sonntags geschlossen bleiben.

Der Wirtschaftskreislauf wurde mit den neuesten Bestimmungen von Samstag, 21. März, auf ein Mindestmaß runtergeschraubt. Jegliche Produktion, die für die Grundversorgung nicht notwendig ist, wurde mit Mittwoch, 25. März, vollständig eingestellt. Einige Fabriken und Unternehmen dürfen dennoch weiterhin arbeiten: Hier gibt es die „Liste der wesentlich eingestuften gewerblichen Tätigkeiten“.

Weiterhin arbeiten dürfen Landwirte und Bestatter. Mensabetriebe und Verpflegungseinrichtungen, die Verträge zur Lieferung von Mahlzeiten an Arbeitnehmer haben, sind von der Schließung ausgenommen. Die Verpflegungsdienstleistung könne jedoch nicht für die Öffentlichkeit erbracht werden. Der Mindestabstand von einem Meter muss dabei gewährleistet sein und ist stets strikt einzuhalten.

Arbeiten dürfen auch einzelne Handwerker, wie Hydrauliker, Heizungstechniker oder Elektriker – sofern es sich um notwendige Arbeiten handelt.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die vorübergehende Schließung aller nicht dringlichen Baustellen veranlasst.

Aufrecht erhalten bleiben der öffentliche Nahverkehr sowie die grundlegenden öffentlichen Dienste. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch nur mehr für unerlässliche Fahrten genutzt werden. Auf keinen Fall sollen die Bürgerinnen und Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel in diesen Tagen für Freizeitaktivitäten nutzen. Senioren und Kinder sollten in dieser Zeit gar nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Der Fahrplan wurde stark reduziert und auch hier kommt es zu rigorosen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit.

Geschlossen bleiben

Alle Handelsgeschäfte bis auf die oben genannten Ausnahmen.
Märkte
Bars, Pubs, Restaurants (ausgenommen sind lediglich Lokale an der Autobahn, die Lebensmittel zum Mitnehmen anbieten)
Kindergärten, Schulen, Universitäten
Museen und Theater
Bibliotheken
Kinos und alle weiteren Freizeiteinrichtungen

Fabriken und Unternehmen (Ausnahmen siehe oben)

Untersagt sind auch Aktivitäten, die persönliche Dienstleistungen betreffen. Somit bleiben auch Friseur- und Schönheitssalons, Fitnessstudios etc. geschlossen.

Auch sämtliche Baustellen sind geschlossen. Von der Baustellenschließung ausgenommen sind Bauarbeiten, die nötig sind, um die Erbringung von grundlegenden öffentlichen Diensten für die Bevölkerung zu gewährleisten oder um Baustellen abzusichern bzw. zu versiegeln. Auch hier gilt es stets den Sicherheitsabstand von einem Meter einzuhalten. Zudem dürfen maximal 5 Arbeiter auf einer Baustelle anwesend sein.

Für die Öffentlichkeit geschlossen sind auch sämtliche Beherbergungsbetriebe. Wie Landeshauptmann Kompatscher präzisierte, dürfen Hotels und ähnliche Einrichtungen ausschließlich für Gesundheitspersonal geöffnet bleiben.

Vorerst galt die Schließung der Geschäfte und Lokale bis zum 25. März. Mit dem neuen Dekret vom 21. März wurde die Schließung bis zum 3. April verlängert.

Auch die Schließung von Schulen, Museen, Bibliotheken, Kinos etc. bleibt bis zum 3. April aufrecht. Hierbei dürfte es zu einer Verlängerung der Schließung kommen.

Bereits am Dienstag, 10. März, waren sämtliche Skigebiete in ganz Italien aufgrund eines staatlichen Dekrets geschlossen worden.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

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