Donnerstag, 07. September 2017

Welschnofen nimmt Asylbewerber auf - die 29. Einrichtung im Land

Drei Familien und 10 Einzelpersonen haben am Mittwoch im Ex-Hotel Panorama in Welschnofen eine neue Bleibe gefunden. Die Einrichtung in Welschnofen ist die 29., die den insgesamt rund 1700 Asylbewerbern in Südtirol zur Verfügung steht.

3 Familien und 10 Einzelpersonen sind von Bozen nach Welschnofen übersiedelt. Sie wohnen im Ex-Hotel Panorama.
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3 Familien und 10 Einzelpersonen sind von Bozen nach Welschnofen übersiedelt. Sie wohnen im Ex-Hotel Panorama.

Mehr als die Hälfte der Asylbewerber in Südtirol lebt in Bozen. Um die Landeshauptstadt zu entlasten, wurden die Gemeinden in ganz Südtirol dazu aufgefordert, Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Nun konnte in Welschnofen eine neue Unterkunft für 25 Menschen gefunden werden: Drei Familien und 10 Einzelpersonen übersiedelten in das frühere Hotel Panorama.
Bisher wohnten sie im Ex-Alimarket-Gebäude in Bozen Süd oder in der Ex-Gorio-Kaserne am Bozner Boden.

Bevölkerung wurde gut informiert

Bürgermeister Markus Dejori und Sozialreferentin Christine Federer Dejori weisen darauf hin, dass die Bevölkerung von Welschnofen in einer Informationsveranstaltung und in vielen Einzelgesprächen auf die Ankunft der Einwanderer vorbereitet worden sei. Positiv werten sie auch der Umstand, dass einige Personen aus dem Dorf in Zukunft in dieser Einrichtung arbeiten werden. Zudem wird die Gemeinde die Koordination der Freiwilligenarbeit übernehmen.

Sozialunternehmen SPES führt Einrichtung 

Die vergangenen Wochen wurden nicht nur dazu genutzt, das Haus in Welschnofen an die gesetzlichen Vorgaben anzupassen, auch die Sozialgenossenschaft EOS bereitete sich auf diese neue Herausforderung vor. Sie hat ein entsprechendes Abkommen mit dem Verein Volontarius abgeschlossen und wird das Haus als Sozialunternehmen SPES führen.

"Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass wir zusammen mit der Gemeinde eine gute Lösung gefunden haben und bin zuversichtlich, dass das Sozialunternehmen SPES dieses Haus gemeinsam mit der Gemeinde und den Freiwilligen gut führen wird", sagt Soziallandesrätin Martha Stocker und verweist darauf, dass die EOS-Gruppe, zu der das Sozialunternehmen SPES gehört, viel Erfahrung bei der Führung sozialer Einrichtungen hat.

stol/lpa

stol