„Ich halte Zuchtschafe, die ich im Sommer schon seit Jahren im Ötztal auftreibe. Auf den hohen Almen dort sind keine Wölfe“, sagt Dietmar Pardeller, Bauer am Angerle-Hof in Karersee. Er hat 2018 bei Wolfsrissen am Plattkofl 10 Schafe verloren; seither weicht er mit seinen Weidetieren ins Ötztal aus. <h3> Pferde haben noch Schlimmeres verhindert</h3>Nur ein paar Wochen vor dem Einstallen verbringen die Tiere auf der Heimweide. Und da kam es zum Zwischenfall. 250 bis 300 Euro beträgt der Schaden. Vermutlich haben die Pferde, die mit auf der Wiese weideten, den Angreifer verscheucht und so weitere Opfer und damit Schlimmeres verhindert.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1083774_image" /></div> <BR /><BR />Pardeller ließ das gerissene Schaf noch die Nacht über liegen. Am Morgen war alles bis auf die Knochen gefressen. „Da müssen mehrere Wölfe drangewesen sein“, vermutet der Bauer.<BR /><BR /> Bürgermeister Markus Dejori weiß von mehreren Wölfen, die von Wildkameras in der Gegend erfasst wurden. Dass das Raubwild jetzt um die Häuser spaziere, sei schon bedenklich. <h3> „Gefahr für die Haustiere, aber auch für die Menschen“</h3>„Die Tiere werden von den Almen abgetrieben, und mit ihnen kommen auch die Wölfe in tiefer gelegene Gefilde“, sagt Alberich Hofer, der Vertreter der Berglandwirtschaft im Landesbauernrat. Er sieht Gefahr für die Haustiere, aber auch für die Menschen. <BR /><BR />Hofer drängt auf die Senkung des Schutzstatus vom Wolf, auf die Aufnahme ins Jagdgesetz von Wolf und Bär und auf eine normale Bejagung. „Das muss doch endlich möglich sein“, fordert Hofer.