Mittwoch, 12. Oktober 2016

Welt-Rheumatag: Keine Erkrankung der alten Leute

„Rheuma ist keine Erkrankung der alten Menschen. Das ist ein Blödsinn“, stellt Dr. Armin Maier, Leiter der Rheuma-Ambulanz am Landeskrankenhaus in Bozen klar. Diese rückte zum Welt-Rheumatag am Mittwoch das Kinderrheuma in den Mittelpunkt.

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An der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) – wie Mediziner Kinderrheuma nennen – erkranken jährlich zwischen 15 bis 20 Kinder. Tendenz leider steigend.

„Die juvenile idiopathische Arthritis ist nicht nur die häufigste chronisch-rheumatische Erkrankung, sondern die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter überhaupt“, erklärte Dr. Bernd Raffeiner. Dabei handelt es sich um eine chronische autoimmune Gelenksentzündung, die 7 Gesichter hat.

Das häufigste ist die Oligoarthritis. „Vor allem Mädchen unter 6 Jahren erkranken daran. Betroffen sind meist ein bis 4 Gelenke. Schmerzen treten selten auf“, sagte Dr. Raffeiner.

Auch bei der 2. Untergruppe, der Polyarthritis, sind Mädchen 3 Mal so oft betroffen wie Buben. Betroffen sind 5 und mehr Gelenke. „Sehr häufig die kleinen Finger- und Handgelenke. Zudem ist dieses Befallsmuster viel schwerwiegender mit seiner aggressiven und gelenkszerstörenden Form“, so Dr. Raffeiner. Glücklicherweise sehr selten kommt die Systemische Arthritis vor, die lebensbedrohlich sein kann.

lu

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Mehr dazu lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol