Donnerstag, 27. August 2015

Welterbe-Terrasse am Strudelkopf eröffnet

Die erste Welterbe-Terrasse für das gesamte Dolomiten-UNESCO-Weltnaturerbegebiet wurde am Donnerstag am Strudelkopf im Naturpark Fanes-Sennes-Prags von Landesrat und Stiftungspräsident Richard Theiner eröffnet. Federführend bei der Verwirklichung war das Landesamt für Naturparke.

Freuten sich über die Welterbe-Terrasse auf dem Strudelkopf (von rechts): Amtsdirektor Enrico Brutti, Bürgermeister Guido Bocher, Landesrat Richard Theiner, Bergführer Erwin Steiner, Bürgermeister Friedrich Mittermair, Renato Sascor (Landesamt für Naturparke) und Geologe Piero Gianolla.
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Freuten sich über die Welterbe-Terrasse auf dem Strudelkopf (von rechts): Amtsdirektor Enrico Brutti, Bürgermeister Guido Bocher, Landesrat Richard Theiner, Bergführer Erwin Steiner, Bürgermeister Friedrich Mittermair, Renato Sascor (Landesamt für Naturparke) und Geologe Piero Gianolla. - Foto: © LPA

Landesrat Richard Theiner erinnerte bei der offiziellen Eröffnung der "Welterbeterrasse Strudelkopf" daran, warum die Dolomiten im Jahr 2009 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurden: wegen ihrer geomorphologischen und geologischen Bedeutung und wegen ihrer landschaftlichen Schönheit. Und Theiner unterstrich, dass sie als serielles Gut anerkannt wurden: "Jede der neun Teilflächen des Welterbegebietes erzählt einen Teil dessen, was die Dolomiten ausmacht."

Die Welterbeterrasse am Strudelkopf, auf 2.307 Meter Seehöhe, mitten im Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist die erste von insgesamt 20 Welterbeterrassen, die im Dolomiten-UNESCO-Welterbegebiet an wenigen ausgewählten Aussichtspunkten verwirklicht werden sollen, sieben davon sind für Südtirol geplant. Dahinter steht ein Gesamtkonzept für Welterbeterrassen, das gemeinsam mit einem Prototypen im Auftrag der Stiftung Dolomiten UNESCO erarbeitet wurde, mit dem Ziel, alle neun Teilgebiete des Dolomiten UNESCO Welterbegebietes miteinander zu vernetzen.

Die Terrasse am Strudelkopf war das Pilotprojekt und gilt als Vorlage für die weiteren Projekte. Mittlerweile sind auch Trient und Belluno mit den Arbeiten zu den ersten Welterbeterrassen in deren Provinzen gestartet.

"Die Welterbeterrasse Strudelkopf soll das Zugehörigkeitsgefühl der Bevölkerung und das Verantwortungsbewusstsein für das Dolomiten-UNESCO-Welterbe nachhaltig stärken", betonte Stiftungspräsident und Landesrat Theiner. "Wir haben die Pflicht, dieses wertvolle Gut für die kommenden Generationen zu erhalten."

In dieselbe Kerbe schlug auch Guido Bocher, Bürgermeister von Toblach, in seinen Begrüßungsworten. "Ziel des Naturschutzes muss es sein, die Natur und die Landschaft als Lebensgrundlage für die Menschen zu erhalten", so Bocher, der sich bei den anwesenden Landesvertretern für die "gelungene Welterbeterrasse, die sich gut in die Landschaft einfügt" bedankte.

Auch Friedrich Mittermair, Bürgermeister von Prags, lobte die sinnvolle Investition in diese Aussichtsplattform, die von Einheimischen wie Gästen gerne angenommen werde.

 

Für die Architektur der neuen Welterbe-Terrasse zeichnet der Rittner David Messner verantwortlich. (Foto: LPA)

Enrico Brutti, geschäftsführender Direktor des Landesamtes für Naturparke, dankte allen Beteiligten: "Vier Landesabteilungen - Wildbachverbauung, Geologie, Straßendienst und Tiefbau - haben in einer reibungslosen Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Naturparke und gemeinsam mit den ausführenden Baufirmen zum Gelingen dieses Projekts beigetragen." Entstanden sei ein schlichtes, aber aussagekräftiges Bauwerk an einem spektakulären Aussichtspunkt, der am Übergang zwischen den Gemeinden Toblach und Prags und den Provinzen Bozen und Belluno den grenzübergreifenden Charakter des Dolomiten-UNESCO-Welterbes unterstreicht.

"Grundidee des Projektes ist die Schaffung eines Ortes der Begegnung mit einer Struktur, die eng mit der alpinen Umgebung verwoben ist", erklärte der Rittner Architekt David Messner, der zusammen mit seinem Vater, dem Künstler Franz Messner, im Auftrag der Stiftung Dolomiten UNESCO den Prototyp der Welterbeterrasse entwickelt hat und für die Umsetzung am Strudelkopf verantwortlich zeichnet. 

Bergführer Erwin Steiner erklärte abschließend das großartige Gipfelpanorama, das sich von der "Welterbeterrasse Strudelkopf" aus öffnet. Zu sehen sind unter anderem die Pragser Dolomiten, das Cadini- und das Cristallo-Massiv und die Sextner Dolomiten.

lpa

stol