„Alle Menschen sollten Zugang zu ausreichend nahrhaftem und vielfältigem Essen haben“, sagt Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober. Die Caritas setzt in ihren Auslandsprojekten daher besonders auf eine nachhaltige Landwirtschaft.<h3> Hunger für rund 733 Millionen Menschen bitterer Alltag</h3>Laut dem SOFI-Bericht 2024 leiden weltweit etwa 733 Millionen Menschen an Hunger, und immer mehr Menschen sind mangelernährt. Kriege und Klimawandel verschärfen die Ungleichheit bei der Ernährung. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leiden viele Menschen Hunger. Dort sind die Vorräte der letzten Ernte oft schon aufgebraucht, bevor die neue Ernte verfügbar ist.<BR /><BR />Besonders besorgniserregend ist, dass zahlreiche Babys, Kinder und schwangere Frauen betroffen sind. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/jeder-11-mensch-hat-hunger-konflikte-und-die-klimakrise-sind-das-problem" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hunger hat fatale Folgen für Kinder, die oft lebenslange Konsequenzen mit sich bringen, wie Sandra D’Onofrio im Interview mit S+ erklärt. </a><h3> Umweltfreundliche Anbaumethoden in Mosambik verbreiten</h3><div class="img-embed"><embed id="1084326_image" /></div> <BR /><BR />„Um die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften zu stärken, finanzieren wir Schulungen für nachhaltige und vielfältige Lebensmittelproduktion“, erklärt Sandra D’Onofrio, Leiterin der Internationalen Zusammenarbeit der Caritas Südtirol. „Zum Beispiel arbeiten wir in Mosambik im Distrikt Machanga mit der Organsiation Esmabama und einer landwirtschaftlichen Schule zusammen, um neue, vernünftige und umweltfreundliche Anbaumethoden zu verbreiten. Trotz fehlendem Regen in wichtigen Monaten konnten die unterstützten Gemeinschaften so genug produzieren, um ihre Familien zu ernähren“. Ein wichtiges Projekt, das auch mit einer Kofinanzierung durch die Autonome Provinz Bozen realisiert wurde.<h3> 38 landwirtschaftliche Projekte und 14 Schulprogramme</h3><div class="img-embed"><embed id="1084329_image" /></div> <BR /><BR />Aktuell führt die Südtiroler Caritas in Afrika 38 Projekte, die die nachhaltige Landwirtschaft, Saatgutkonservierung und Kompostierungstechniken fördern. „Wir haben auch 14 Schulprogramme, die Bildung mit täglichen Mahlzeiten verbinden und jährlich etwa 72.000 Kinder zugute kommen, die sonst nicht ausreichend zu essen hätten“, sagt D’Onofrio.<h3> Jeder kann helfen</h3>Zusätzlich leistet die Caritas Südtirol zusammen mit anderen Caritas-Organisationen humanitäre Hilfe in Konfliktgebieten wie dem Sudan und dem Nahen Osten, wo die Menschen stark von Hungersnöten betroffen sind. „Jeder kann helfen: durch bewusste Entscheidungen im Alltag und durch Spenden für solidarische Initiativen, die ein gerechteres Ernährungssystem fördern und Ungleichheit und Armut bekämpfen“, betont Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer. „Der Welternährungstag ist nicht nur ein Moment zum Nachdenken, sondern eine Gelegenheit, unser gemeinsames Engagement für eine nachhaltigere Zukunft zu stärken.“