Freitag, 16. Oktober 2020

Welternährungstag: So isst Südtirol

Anlässlich des Welternährungstags am heutigen 16. Oktober veröffentlicht das Landesinstitut für Statistik ASTAT die neuesten verfügbaren Daten für Südtirol (2019) über den Lebensmittelkonsum, die Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit sowie das Verhalten beim Kauf von Lebensmitteln.

Während des Lockdowns ernährten sich die Südtiroler gesünder.
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Während des Lockdowns ernährten sich die Südtiroler gesünder. - Foto: © shutterstock
Am Welternährungstag 2020 begeht die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO ihren 75. Jahrestag; und das in einem Moment, in dem alle Länder der Welt mit den Folgen der globalen COVID-19-Pandemie konfrontiert sind.

Die FAO ruft zu globaler Solidarität auf, um die Nahrungsmittelversorgung nachhaltiger und krisenfest zu gestalten, und fordert die Verbraucher auf, sich gesund zu ernähren. Laut FAO ist eine abwechslungsreiche Ernährung nicht nur gesünder für unseren Körper, sondern auch für die Natur und die Umwelt, weil sie die Artenvielfalt fördert.



Nur einer von 3 Südtirolern isst jede Woche Fisch

Der Konsum von Fisch und Hülsenfrüchten liegt in Südtirol deutlich unter dem Staatsdurchschnitt. 32 Prozent der Südtiroler essen mindestens einmal pro Woche Fisch, im Vergleich zu 62 Prozent auf Staatsebene. Bei den Hülsenfrüchten liegen die entsprechenden Prozentanteile bei 31 Prozent beziehungsweise 54 Prozent. Zudem essen die Südtiroler durchschnittlich 1,4 Mal pro Woche Fisch und 1,3 Mal pro Woche Hülsenfrüchte, während Fleisch im Durchschnitt 5,8 Mal, Käse 4,6 Mal und Wurstwaren 2,8 Mal pro Woche verzehrt werden.



In Bezug auf Obst und Gemüse, welche durchschnittlich 6,5 und 10,1 Mal pro Woche gegessen werden, folgen nur 6 Prozent der Südtiroler der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, insgesamt mindestens 5 Portionen pro Tag zu essen.



Gesündere Ernährung während des Lockdowns

Während des Lockdowns haben die Südtiroler im Durchschnitt mehr Obst und Gemüse, Süßwaren und frische Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte usw.) und Mehlprodukte (Brot, Nudeln usw.) gegessen als zuvor. Dagegen ging der Verbrauch von Wurstwaren, vorgekochten oder tiefgefrorenen Produkten, Konserven und salzigen Snacks zurück.

Aktuelle und zukünftige Erhebungen werden untersuchen, ob die Veränderungen der Essgewohnheiten während des Lockdowns andauern oder nur vorübergehend waren.



4 von 10 Südtirolern sind übergewichtig

Übergewicht ist laut WHO nicht nur ein gesundheitlicher Risikofaktor, sondern verursacht laut FAO auch Kosten für die Volkswirtschaften der Industrieländer. 58 Prozent der Südtiroler über 18 Jahre sind normalgewichtig, 31 Prozent übergewichtig, 8 Prozent fettleibig und 3 Prozent untergewichtig. Insgesamt sind also 39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, und somit weniger als die auf Staatsebene verzeichneten 46 Prozent, von Übergewicht betroffen.




Bewusstes und nachhaltiges Kaufverhalten weit verbreitet


Der Kauf von lokal produzierten frischen Lebensmitteln und saisonalen Produkten hilft der lokalen Wirtschaft, fördert die Vielfalt der Kulturen und reduziert den Kohlenstoffausstoß (FAO). Ein Drittel der Südtiroler über 18 Jahre (34 Prozent ) liest in der Regel vor dem Kauf die Zutaten auf Lebensmitteletiketten. Ein weiteres Drittel (33 Prozent ) achtet von Zeit zu Zeit auf Lebensmitteletiketten. Das letzte Drittel prüft nicht (18 Prozent ) oder nur selten (15 Prozent ) die Angaben auf den Etiketten.




2 von 10 Personen (19 Prozent ) kaufen üblicherweise Biolebensmittel und Bioprodukte und 4 von 10 (43 Prozent ) kaufen sie von Zeit zu Zeit. Bei 21 Prozent der Südtiroler Bevölkerung stehen sie selten auf der Einkaufsliste und bei 16 Prozent nie. Lokale Lebensmittel und Produkte werden regelmäßig von 37 Prozent der Bevölkerung gekauft. 39 Prozent legen sie manchmal in den Einkaufskorb, während 24 Prozent sie nie oder kaum kaufen.

stol