Mittwoch, 20. November 2019

Weltkindertag – Südtiroler Kinder lassen Luftballone steigen

Die Rechte der Kinder zu stärken, sie anzuhören und sich frei von Gewalt entwickeln zu lassen, ist die Grundlage der „Deklaration der Rechte von Kindern“, die die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) am 20. November 1959 beschloss. Auf den Tag 30 Jahre später, dem 20. November 1989, folgte die „Konvention zu den Rechten der Kinder“.

Kinderrechte werden in vielen Teil en der Welt mit Füßen getreten. Der Welttag soll daran erinnern und neue Ideen anregen, wie man auch diesen Kindern helfen kann.
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Kinderrechte werden in vielen Teil en der Welt mit Füßen getreten. Der Welttag soll daran erinnern und neue Ideen anregen, wie man auch diesen Kindern helfen kann. - Foto: © shutterstock

Die Idee selbst kam schon früher auf. Mit Staatsgründung der Türkei wurde dort bereits 1920 der Tag des Kindes eingeführt, der erstmals am 23. April 1921 begangen wurde. Angeregt wurde die Ausrufung des Feiertages mit dem Namen 23. Nisan ulusal egemenlik ver cocuk bayrami (Feiertag der Souveränität und des Kindes) durch den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk.

Ziel war eine Stärkung der jungen, souveränen Demokratie durch die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und ihrer Bildung. So ist es denn auch ein rauschendes landesweites Kinderfest, das anlässlich des Nationalfeiertages in der Türkei am 23. April gefeiert wird.


154 Länder begehen den Weltkindertag


1925 verabschiedeten auf der Genfer Weltkonferenz 54 Staatsvertreter eine Erklärung zum Schutz der Kinder. Die UN befasste sich bereits am 14. Dezember 1954 mit dem Vorschlag, einen universellen Tag hierfür einzuführen. In über 145 Ländern wird mittlerweile der Weltkindertag gefeiert.

Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze und Entwicklungen in den verschiedenen Staaten variiert das Datum allerdings sehr stark. So gilt der 20. November als Weltkindertag der Vereinten Nationen, während etwa über 30 Staaten den 1. Juni als internationalen Kindertag begehen. Dieses Datum geht zurück auf die Genfer Weltkonferenz, die mit einem Festival für chinesische Waisen in San Francisco zusammenfiel.


Die Jüngsten von heute sind die Erwachsenen von morgen


Obwohl die Kindersterblichkeit seither sehr zurückgegangen ist und die Schulbildung sich weltweit verbessert hat, haben sich aber auch in einigen Regionen die Bedingungen für Kinder verschlechtert. Der Welttag soll daran erinnern und neue Ideen anregen, wie man auch diesen Kindern helfen kann.


Es ist im Interesse der gesamten Gesellschaft, dass diese Generation ohne Gewalt und ohne Benachteiligung aufwächst. Es gilt aber auch, Regionen mit schlechteren Bedingungen zu unterstützen und die Lebensbedingungen zu verbessern und auch Flüchtlingskindern im eigenen Land Perspektiven zu bieten.

Kinderlandtag in Südtirol

Wie berichtet, diskutieren aus diesem Anlass derzeit auch in Südtirol etwa 400 Kinder 4 Tage lang über die Kinderrechte laut UN-Konvention.

Aus allen Teilen des Landes kommen sie in den Plenarsaal im Südtiroler Landtag, um an der 4. Ausgabe des Kinderlandtags teilzunehmen, einer Initiative der Katholischen Jungschar Südtirols in Zusammenarbeit mit dem Landtag.

Am Internationalen Tag der Kinderrechte versammelten sich die Kinder um 12 Uhr vor dem Landtag und ließen bunte Luftballone steigen. An jedem hing ein Kärtchen mit Kinderrechten.

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