Samstag, 16. Mai 2015

Weltkulturerbe akut bedroht: IS nimmt Teile von Antikenstadt ein

Kämpfer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat haben nach Angaben von Aktivisten Teile der Antikenstadt Palmyra in der syrischen Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht. Sie gelangten damit in die unmittelbare Nähe des berühmten Unesco-Weltkulturerbes.

Palmyra könnte in die Hand der IS-Kämpfer geraten.
Palmyra könnte in die Hand der IS-Kämpfer geraten. - Foto: © APA/EPA

Der IS kontrolliere das nördliche Stadtgebiet, es gebe heftige Gefechte, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Samstag.

Die Ruinenstadt von Palmyra, entstanden im ersten Jahrhundert nach Christus, gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. Berichten zufolge war die Stätte bereits 2012 und 2013 bei Kämpfen beschädigt worden. Im Nordirak hatten IS-Anhänger im Frühjahr schon einmalige Kulturstätten zerstört, darunter die Jahrtausende alte Stadt Nimrud und die Grabungsstätte Ninive. Im Museum von Mossul zertrümmerten sie wertvolle Statuen aus assyrischer Zeit.

dpa

 

stol