Samstag, 14. Mai 2022

Weltladenfest im Zeichen von Klima und Fairness

13 Südtiroler Weltläden haben am Fest zum heutigen internationalen Tag des Fairen Handels auf dem Bozner Rathausplatz mitgewirkt. Besucher haben bei der Textilausstellung erfahren, wie ressourcenintensiv die Produktion von Kleidern ist, haben Schokolade verkostet und das Bananenspiel gespielt. Die Klasse 3A der Mittelschule Leifers „J.K. Franzelin“ hat den Fair-Trend-Design-Contests gewonnen.

ie Klasse 3A der Mittelschule Leifers „J.K. Franzelin“ hat den Fair-Trend-Design-Contests gewonnen. - Foto: © Südtiroler Weltläden

Weltweit und auch in Südtirol stand am heutigen „International Fair Trade Day“ das Thema Klimagerechtigkeit im Mittelpunkt. Im Hinblick darauf, dass für den morgigen 15. Mai der italienische „Overshoot Day“ berechnet wurde – der nationale Erdüberlastungstag – ist das mehr als notwendig, heißt es in einer Aussendung der Südtiroler Weltläden.

Der jährliche Kunstwettbewerb „Fair-Trend-Design-Contest“ zum Fairen Handel hat sich bei Mittelschülern zu einem der beliebtesten Wettbewerbe landesweit entwickelt, heißt es weiter. Zum elften Mal haben die Südtiroler Weltläden und die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt Jugendliche im Mittelschulalter im vergangenen Winter eingeladen, Tisch-, Hänge-,Wand- und Stehlampen zu upcyceln oder aus Recycling-Materialien zu basteln, sie mit politischen Botschaften zum Fairen Handel zu versehen und abzugeben.


Die Weltläden haben auf die Kriterien des Fairen Handels und auf die hohe Qualität der Produkte verwiesen. - Foto: © Südtiroler Weltläden



Die Gewinner wurden beim heutigen Weltladenfest ausgezeichnet. Insgesamt wurden 2 Dutzend Lampen eingereicht. Die Klasse 3A der Mittelschule Leifers „J.K. Franzelin“ hat den 1., 2. und 3. Preis gewonnen.

Nationaler Erdüberlastungstag

Ab dem morgigen 15. Mai nutzt Italien und auch Südtirol mehr natürliche Ressourcen, als bis zum Ende des Jahres nachwachsen. Insgesamt bräuchten die Italiener also 2,75 Erden, um den unendlichen Hunger nach Ressourcen zu stillen. Aber nicht nur Italien, sondern der gesamte Globale Norden verbraucht viel zu viele Ressourcen. Auch deshalb befinden wir uns inmitten des Klimawandels, so die Aussendung.


6 Südtiroler Weltläden haben bei ihren Verkaufsständen auf dem Rathausplatz Waren angeboten. - Foto: © Südtiroler Weltläden



Klimakrisen betreffen den gesamten Planeten und alle Menschen. Doch wirken sie sich auf die Grundlage von Lebensgemeinschaften im Globalen Süden besonders verheerend aus. Vor allem Frauen, indigene und bäuerliche Gemeinschaften und Bevölkerungsgruppen sind intensiv betroffen. Der Klimawandel bedeutet für sie, dass sie aufgrund von zu viel oder zu wenig Niederschlag keine Lebensmittel mehr anbauen können.

Auf dem Weltmarkt läuft etwas schief

6 Südtiroler Weltläden haben bei ihren Verkaufsständen auf dem Rathausplatz Waren angeboten und auf die Kriterien des Fairen Handels und auf die hohe Qualität der Produkte verwiesen. Diese sind fast durchwegs biologischer Qualität. Eine XXXL-Textilausstellung hat über die ressourcenintensive Produktion von Kleidern informiert.

Das Bananenspiel, ein Detektivspiel, hat Kindern begreifbar gemacht, dass auf dem Weltmarkt etwas schiefläuft. Bananen sind heute billiger denn je, obwohl die Produktionskosten ständig steigen. Die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt hat Schokolade gekocht und zum Verkosten eingeladen.

Marta Larcher gab Auskunft über den Kakaoanbau an der Elfenbeinküste und in Ghana, wo rund 2 Millionen Kinder auf Plantagen arbeiten und bei der Schädlingsbekämpfung enorme Mengen an Pestiziden eingesetzt werden.

Seit 13. Mai 2017 ist Bozen offiziell Fair Trade Town. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums wurde die Landeshauptstadt als Standort für die heurige Veranstaltung der Südtiroler Weltläden gewählt.

stol

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