Donnerstag, 22. April 2021

Welttag der Erde: Dem Schutz der Umwelt Verfassungsrang verleihen

Am heutigen 22. April wird der sogenannte Earth Day, der Welttag der Erde, begangen, bei dem die Wertschätzung für die natürliche Umwelt im Mittelpunkt steht. Dieses Anliegen ist angesichts der sich immer stärker manifestierenden Klimakrise und des globalen Artenschwundes wichtiger denn je. Daher unterstützt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz auch die Bestrebungen auf nationaler Ebene, den Schutz der Natur und Umwelt in der italienischen Verfassung festzuschreiben.

Am Welttag der Erde soll die Aufmerksamkeit auf die Klima- und die Biodiversitätskrise gelenkt werden.
Am Welttag der Erde soll die Aufmerksamkeit auf die Klima- und die Biodiversitätskrise gelenkt werden. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Der internationale Tag der Erde oder Earth Day wird alljährlich am 22. April mit einem bestimmten Schwerpunkt und Motto in über 175 Ländern begangen und soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken, aber auch dazu anregen, das Konsumverhalten zu überdenken.

„Der Ausdruck 'gefeiert' trifft dabei leider schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu, denn zu feiern gibt es zu diesem Anlass wenig. Die Klimakrise manifestiert sich immer konkreter, die bisherigen Klimamodelle zur Erderwärmung werden zunehmend von der Realität eingeholt und erweisen sich als zu konservativ. Der globale, menschengemachte Artenschwund hat in den letzten Jahren Ausmaße angenommen, die das Geschehen als 6. Massenaussterben in der Erdgeschichte beschreiben“, so der Dachverband für Natur- und Umweltschutz.

„Auch wenn aktuell die gesellschaftliche Wahrnehmung durch Covid-19 abgelenkt ist, dürfen wir nicht vergessen, dass auch diese globale Gesundheitskrise schlussendlich auf die Klima- und die Biodiversitätskrise zurückzuführen ist. Gegen letztere beiden Krisen gibt es im Unterschied zu Covid-19 allerdings keine Impfung. Wollen wir tatsächlich eine krisenfestere und nachhaltigere Gesellschaft aufbauen, müssen wir den Umwelt- und Naturschutz zu unseren zentralen Anliegen machen“, erklärt der Dachverband weiter.

Der Schutz der Umwelt sei von derart grundlegender und existentieller Bedeutung, dass er in der italienischen Verfassung verankert werden müsse. „Das Thema wird bereits seit Jahren in der italienischen Politik diskutiert. Allerdings wird es immer wieder von tagespolitischen Themen überdeckt. Wir können aber nicht mehr warten und ewig weiter diskutieren. Die Verankerung des Natur- und Umweltschutzes in der italienischen Verfassung ist längst überfällig“, so der Dachverband für Natur- und Umweltschutz abschließend.

ptr