Donnerstag, 11. Februar 2021

Welttag der Kranken: Von Krankheiten heimgesuchte Menschen im Mittelpunkt

Der Welttag der Kranken am 11. Februar, am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, steht in diesem Jahr unter dem Jesuswort „Nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder“ aus dem Matthäus-Evangelium. Der von Papst Johannes Paul II. 1993 ins Leben gerufene Gedenktag findet heuer zum 29. Mal statt und will das Gedenken an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Die Diözese Bozen-Brixen bekräftigt, wie wichtig es ist, sich um die Schwachen, Verletzlichen, Kranken, Sterbenden und Trauernden zu kümmern.
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Die Diözese Bozen-Brixen bekräftigt, wie wichtig es ist, sich um die Schwachen, Verletzlichen, Kranken, Sterbenden und Trauernden zu kümmern. - Foto: © Sebastian Widmann/dpa/tmn
Für Bischof Ivo Muser ist die Nähe zu kranken, alten und trauernden Menschen eine der konkretesten Arten, wie wir eine geerdete Spiritualität in der Nachfolge Jesu leben können.

„Dieser Welttag“, schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Welttag der Kranken 2021, „ist eine gute Gelegenheit, um den Kranken und denen, die ihnen in Kranken- und Pflegeheimen oder im Schoß der Familie und in den Gemeinden beistehen, ein besonderes Augenmerk zu schenken. Ganz besonders denke ich dabei an alle, die auf der ganzen Welt an den Folgen der Coronavirus-Pandemie leiden.“

Es ist wichtig, sich um Kranke und Trauernde zu kümmern

In der langen Zeit der Corona-Pandemie bekräftigt auch die Diözese Bozen-Brixen, wie wichtig es ist, sich um die Schwachen, Verletzlichen, Kranken, Sterbenden und Trauernden zu kümmern.




„Die Corona-Pandemie hat schonungslos aufgezeigt, was passiert, wenn wir in Krankheit und Trauer das Netz der menschlichen Nähe verlieren. Sie hat uns die Dringlichkeit einer neuen Kranken- und Trauerpastoral aufgezeigt. Unsere Priester leisten hier nach wie vor eine wichtige Arbeit. Die pastorale Sorge für die Kranken, die Senioren, die Sterbenden, die Trauernden kann und soll nicht allein an den Pfarrer delegiert werden. Sie muss Anliegen der ganzen Pfarrgemeinde sein. Ich wünsche mir, dass dieses wichtige Anliegen von den Pfarrgemeinderäten und Pastoralteams in den Pfarreien aufgegriffen und von vielen Helfern und Helferinnen fortgeführt wird. Die Nähe zu kranken, alten und trauernden Menschen ist eine der konkretesten Arten, wie wir eine geerdete Spiritualität in der Nachfolge Jesu leben können“, schreibt Bischof Ivo Muser.

Anregungen und Unterlagen dazu hat das diözesane Referat für Kranken- und Trauerpastoral auf dieser Webseite gesammelt. Auf dieser Seite findet man unter anderem die Unterlagen zu einem Ausbildungskurs, um in den Pfarreien und Seelsorgeeinheiten kleine Gruppen zu können, die vor Ort verwurzelt und vernetzt sind. Ebenfalls finden sich Online-Kursangebote der italienischen Bischofskonferenz (in italienischer Sprache) oder alle Informationen zur Krankenhausseelsorge und zur Caritas-Hospizbewegung.

stol