Donnerstag, 22. März 2018

Weltwassertag: Wasser sparen und Gutes tun

Seit 1993 findet weltweit am 22. März der Tag des Wassers statt. Ziel ist es an diesem Tag ganz besonders auf die Bedeutung des Wassers, den Schutz der Wasservorkommen und auf nachhaltige Nutzung aufmerksam zu machen. STOL hat mit dem Generaldirektor der Agentur für Energie, Ulrich Santa, gesprochen und sich einige wertvolle Tipps zum Wasser sparen geholt.

Wassersparen ist wichtig und eigentlich auch einfach. Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass Wasser ein wertvolles Gut ist.
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Wassersparen ist wichtig und eigentlich auch einfach. Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass Wasser ein wertvolles Gut ist. - Foto: © shutterstock

„Wasser sparen sei gar nicht so schwierig“, meint Ulrich Santa. „Es gibt einfache Wege sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sie dann auch in die Realität umzusetzen.“

Auf jeden Fall solle man sein Verhalten ändern, wie etwa beim Duschen einfach kurz das Wasser ausmachen. Man könne aber auch auf technische Veränderungen setzen. „Es gibt intelligente Mischer oder intelligente Wasserspar-Armaturen, die beim Einsparen helfen können“, meint der Generaldirektor. 

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Santa betont auch, dass Europa und die gesamte westliche Welt extrem viel Wasser verbrauchen, es gäbe Länder die mit einem Zehntel davon auskommen müssen. 

Der Weltwassertag soll an die wertvolle Ressource Wasser aufmerksam machen, die weltweit nicht sonderlich gerecht aufgeteilt ist. Es soll dies ein Tag sein, an dem Menschen sensibilisiert werden und sie zu erinnern, mit Wasser sparsamer umzugehen. 

VSZ gibt weitere Tipps zum effizienten Wassersparen

Durch die praktischen Wasserspartipps leistet auch die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) ihren Beitrag, um das kostbare Gut zu schonen.

Eine vierköpfige Familie verbraucht im Jahr rund 200 Kubikmeter Trinkwasser. Die dadurch entstehenden Kosten belaufen sich im Schnitt auf etwa 330 Euro (Preisangaben: Meldungen der Gemeinden, Auswertung: ASTAT, Bezugsjahr 2017). Die VZS hat nachgerechnet: ohne große Komfortverluste ergibt sich ein maximales Einsparpotential von 160 Euro pro Jahr.

Laut VZS sollte eine Wassersparende Toilettenspülung eingebaut werden: Dabei verbraucht man unter 3 Liter Wasser pro Spülung. Im Vergleich dazu verbraucht ein alter Spülkasten pro Spülung 9 Liter und mehr.

Auch der Einbau eines Durchflussbegrenzers ist hilfreich. Wassersparende Duschköpfe und Wasserhähne bringen entsprechende Ergebnisse.

Wasser nicht ungenutzt laufen lassen

Beim Einseifen, Zähneputzen oder Rasieren sollte das Wasser nicht ungenutzt laufen. Durch das Abstellen des Wasserhahns kann bis zu 15 Liter pro Tag eingespart werden. Beim Geschirrspülen sollte das Geschirr im Waschbecken und nicht unter fließendem Wasser gespült werden. Noch wassersparender ist eine Geschirrspülmaschine.

Weitere Tipps können zu einer erheblichen Wasserreduktion beitragen: Eine 5-Minuten-Dusche sollte einem Vollbad vorgezogen werden, tropfende Wasserhähne sind am besten sofort zu reparieren und im Garten kann das Regenwasser dem frischen Wasser vorgezogen werden.

Wasserspartipp

Jährliche

Wassereinsparung

Jährliche

Kosteneinsparung

Wassersparende Toilettenspülung 22 m³ 36 Euro
Durchflussbegrenzer (je Waschbecken) 11 m³ 18 Euro
Wasser nicht ungenutzt laufen lassen 22 m³ 36 Euro
5-Minuten-Dusche statt Vollbad 42 m³ 70 Euro
Geschirrspülmaschine verwenden 10 m³ 16 Euro

Tropfenden Wasserhahn reparieren lassen

(10 Tropfen pro Minute)

1,8 m³ 3 Euro

stol

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