Mittwoch, 01. Januar 2020

Weltweit ausgelassene Feiern zum Jahreswechsel

Das neue Jahr hat begonnen. Auf der ganzen Welt haben die Menschen ausgelassen den Jahreswechsel gefeiert und um Mitternacht das Jahr 2020 begrüßt. In Wien sind rund 800.000 Menschen bei der 30. Ausgabe des Silvesterpfads feiernd durch die Stadt gezogen. Wegen zu starken Windes musste allerdings das Feuerwerk auf dem Rathausplatz abgesagt werden.

Was wäre der Sekt zum Jahreswechsel ohne Handyfoto....
Was wäre der Sekt zum Jahreswechsel ohne Handyfoto.... - Foto: © APA (AFP) / DANIEL RAMALHO

In Deutschland fand die größte Silvesterparty des Landes traditionell wieder in Berlin am Brandenburger Tor statt: Zu der Partymeile kamen Hunderttausende und bejubelten das enorme Feuerwerk, das den Nachthimmel über der Hauptstadt erleuchtete.


In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste - bereits um 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit - feierten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen.

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr MEZ Feuerwerkskörper von der Harbour Bridge und ließen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen.

Zur großen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast. Angesichts der seit Wochen wütenden Buschbrände in der Region hatte eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Doch die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk.


In den folgenden Stunden begrüßten nach und nach die Länder in Asien das neue Jahr: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Eine Stunde später folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, wo ebenfalls Feuerwerke die Himmel erleuchteten.


In der von Unruhen überschatteten chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong allerdings wurde kurz vor dem Jahreswechsel (17.00 Uhr MEZ) die Absage des geplanten Großfeuerwerks bestätigt. Die Touristenbehörde nannte Sicherheitsgründe wegen erwarteter Protestaktionen.


In der russischen Hauptstadt Moskau lagen sich um 22.00 Uhr MEZ Zehntausende Menschen bei einem großen Fest am Roten Platz in den Armen. In der britischen Hauptstadt London, die eine Stunde nach Wien und Berlin ins neue Jahr rutschte, wurden zum Feuerwerk am Riesenrad London Eye nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Besucher erwartet.

In Madrid wiederum begrüßten Zehntausende das neue Jahr unter der Turmuhr an der Puerta del Sol im Zentrum der Stadt. Bei jedem Glockenschlag aßen sie – wie es die Tradition verlangt – eine Weintraube. Wer es schafft, alle Trauben während der zwölf Schläge zu verzehren, kann sich auf ein glückliches Jahr freuen.


In anderen Ländern mussten sich die Menschen noch etwas mehr gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien konnten das neue Jahr erst um 4 Uhr MEZ begrüßen, um 6 Uhr folgt New York und erst um 11 Uhr Honolulu in Hawaii.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits am Dienstagmittag das neue Jahr ein – in der Mini-Gemeinde sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

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apa

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