Sonntag, 25. April 2021

Weltweit eine Milliarde Corona-Impfdosen verabreicht

Rund fünf Monate nach dem Beginn der ersten Corona-Impfprogramme hat die Zahl der verabreichten Impfdosen die Marke von einer Milliarde überschritten. Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden bis Samstagabend weltweit gut 1,002 Milliarden Spritzen mit Corona-Impfstoff injiziert. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf die drei Länder USA, China und Indien.

Eine Milliarde Stiche mit Corona-Impfstoffen.
Eine Milliarde Stiche mit Corona-Impfstoffen. - Foto: © APA/THEMENBILD / BARBARA GINDL
Gemessen an der Bevölkerungszahl liegt Israel in Führung, hier sind bereits knapp 60 Prozent der Menschen geimpft. Es folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 51 Prozent der Bevölkerung, Großbritannien mit 49 Prozent und die USA mit 42 Prozent.

In der EU wurden bisher 128 Millionen Impfdosen verabreicht, die EU-weite Impfquote liegt bei 21 Prozent. Spitzenreiter in der EU ist Malta, wo 47 Prozent der Einwohner bereits geimpft sind, gefolgt von Ungarn mit 37 Prozent. In Österreich wurden bis einschließlich Freitag 2,761 Millionen Impfdosen verabreicht. Zwei Millionen Menschen oder rund 22,5 Prozent der Bevölkerung haben mit dem heutigen Sonntag zumindest eine Impfdosis erhalten.

Impfung Privileg der reichen Länder

Obwohl - vor allem dank der internationalen Covax-Initiative - inzwischen auch in den meisten armen Ländern Impfkampagnen begonnen haben, ist die Impfung bisher vor allem ein Privileg der reichen Länder. Die von der Weltbank als Länder mit hohem Einkommen definierten Staaten stellen gemeinsam 16 Prozent der Weltbevölkerung, haben aber 47 Prozent der Impfdosen verabreicht. In zwölf Ländern haben die Corona-Impfungen noch immer nicht begonnen.

Am verbreitetsten ist der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca, der besonders günstig und leicht einsetzbar ist. Er wurde in zwei Dritteln der 207 erfassten Staaten und Territorien verabreicht. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde in 44 Prozent der Länder eingesetzt.

apa