Freitag, 24. April 2020

Weltweit mehr als 190.000 Corona-Todesfälle

Weltweit ist die Zahl der Corona-Todesfälle am Freitag auf über 190.000 angestiegen. Allein in Europa starben inzwischen mehr als 116.000 Menschen. Mit dem Coronavirus infiziert haben sich weltweit inzwischen rund 2,7 Millionen Menschen, auch hier ist Europa weiter am stärksten betroffen.

Laut der europäischen Seuchenkontrollbehörde ECDC sei die Pandemie eine „beispiellose Bedrohung“ für die europäischen Länder
Laut der europäischen Seuchenkontrollbehörde ECDC sei die Pandemie eine „beispiellose Bedrohung“ für die europäischen Länder - Foto: © ANSA / GIUSEPPE LAMI
Die Zahl der Corona-Infizierten in New York ist indes offenbar viel höher als angenommen. In der US-Metropole infizierte sich einer großangelegten Untersuchung zufolge womöglich schon jeder fünfte Bewohner mit dem neuartigen Virus. Das würde bedeuten, dass sich in dem Bundesstaat in den vergangenen Monaten rund 2,6 Millionen Menschen angesteckt haben - 10 Mal mehr als die Zahl der positiv ausgefallenen Corona-Tests. Allein in New York City wären es 1,7 Millionen Menschen.

In Spanien sank die Zahl der neuen Corona-Todesfälle auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Innerhalb von 24 Stunden starben 367 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Insgesamt starben seit Ausbruch des Virus in Spanien 22.524 Menschen, das ist weltweit die dritthöchste Opferzahl nach den USA und Italien.

In Italien reduzierte sich die Zahl der aktiven Covid-19-Infektionsfälle insgesamt. Die Pandemie sei jedoch nicht zu Ende, daher müssten die Vorsichtsmaßnahmen weiterhin strikt eingehalten werden, warnte der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut ISS, Silvio Brusaferro. Unterdessen setzten die Justizbehörden ihre Untersuchungen wegen Infektionsfällen in Seniorenheimen fort, wo die Lage weiterhin besorgniserregend war.

Die europäische Seuchenkontrollbehörde ECDC sieht in 20 von 31 beobachteten Ländern auf dem Kontinent den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten. In Irland, Schweden und Großbritannien gab es jedoch über einen 14-Tage-Zeitraum einen Anstieg der Fallzahlen. Die Pandemie sei weiterhin eine „beispiellose Bedrohung“ für die europäischen Länder, hielt die Behörde fest.

apa