Mittwoch, 20. Juni 2018

Weltweite Aktion gegen Wildschmuggler

Im Kampf gegen Wildschmuggel sind bei weltweit koordinierten Aktionen im vergangenen Monat mehr als 31.000 Tiere sichergestellt worden.

Im Kampf gegen den Wildschmuggel sind letztes Monat mehr als 31.000 Tiere sichergestellt worden.
Im Kampf gegen den Wildschmuggel sind letztes Monat mehr als 31.000 Tiere sichergestellt worden. - Foto: © shutterstock

Polizei, Grenzkontrolleure sowie Tierschutz-, Wald- und Umweltbehörden in 92 Ländern waren an der Operation mit Codenamen „Thunderstorm“ (Gewitter) beteiligt, wie das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) am Mittwoch in Genf mitteilte.

Tiger, Fleisch und Elfenbein

Beschlagnahmt wurden unter anderem 48 lebende Primaten und 14 Großkatzen, darunter Tiger, Löwen, Leoparden und Jaguar. Etwa 1.400 Verdächtige seien identifiziert worden. Außerdem seien 43 Tonnen Fleisch etwa von Bären, Elefanten, Walen und Krokodilen sichergestellt worden sowie 1,3 Tonnen Elfenbein und tonnenweise geschütztes Holz.

Klare Botschaft an Wildschmuggler

Die Aktion habe die internationale Polizeiorganisation Interpol zusammen mit der Weltzollorganisation koordiniert. „Die Botschaft von “Operation Gewitter„ an Wildschmuggler ist klar: die weltweiten Sicherheitskräfte sind ihnen auf den Fersen“, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.

Mehrere Personen wurden festgenommen

Unter den Festgenommenen waren zwei Flugbegleiter, die lebende Schildkröten aus Los Angeles nach Asien schmuggeln wollte. In Israel wurde ein Mann festgenommen, der auf einen Foto in sozialen Medien bei der Jagd zu sehen war. In seinem Haus seien zahlreiche geschmuggelte Tierkadaver gefunden worden.

Dem Artenschutzabkommen gehören 183 Länder an. Es reguliert den Handel mit mehr als 36.000 Arten von Tieren und Pflanzen, um das Überleben der Arten zu sichern. Es ist seit 1975 in Kraft. 

apa/dpa

stol