„Im Gebirge gibt es keine standardisierten Situationen wie in der städtischen Notfallaufnahme. Kälte, Wind, Schnee, Hitze, UV-Strahlung, die Höhe, schlechte Sicht - diesen extremen Bedingungen sind Unfallopfer und Rettungsteams im Gebirge ausgesetzt“, erklärte Fidel Elsensohn, Präsident der ICAR-Kommission für Alpine Notfallmedizin, in seinem Vortrag. Systematische Sammlungen von Daten und Fakten zu Bergunfällen bestehen derzeit nur in Form des internationalen Hypothermie-Registers in Genf, das Fälle von Unterkühlung registriert, und dem alpine Trauma-Register, das erst kürzlich vom EURAC-Institut für Alpine Notfallmedizin gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck errichtet worden ist. Weltweite Datenregister geplantWichtigstes Resümee des Workshops: Künftig sollen weitere Datenregister dieser Art erstellt und untereinander vernetzt werden. Nur mithilfe vieler Daten können stichhaltige Zusammenhänge zwischen Notfällen im Gebirge und einer effizienten Bergung und Behandlung erkannt werden. Darüber hinaus sprachen sich die Experten für die Vernetzung und intensive Zusammenarbeit untereinander aus. Da Forschungsprojekte zumeist sehr teuer und bürokratisch aufwendig sind, seien sie für viele Wissenschaftler im Alleingang nicht mehr zu bewältigen, hieß es.Als dringendes gemeinsames Anliegen unterstrichen die Workshop-Teilnehmer zudem die alpinmedizinische Ausbildung für Ärzte, Sanitäter und Medizinstudenten.