Die Justizbehörden haben Ermittlungen gegen den deutschen Lebensgefährten der 53-Jährigen aufgenommen, deren verkohlte Reste im Oktober in einem Wald von Ogliastro Marina südlich von Neapel entdeckt wurden.<h3> Das Alibi des Lebensgefährten bröckelt</h3>Die Frau wurde mit Messerstichen ermordet, ihre Leiche wurde danach in Brand gesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Nowak, die seit einigen Jahren mit ihrem 62-jährigen Lebensgefährten in Italien lebte, kurz nach ihrem Verschwinden am 15. Oktober ermordet wurde. Der Mann hat stets seine Unschuld beteuert und bezieht sich auf Aufnahmen einer Videoüberwachungsanlage unweit des Hauses, in dem das Paar lebte. Diese würden bezeugen, dass er schlief, während sich Silvia vom Haus entfernte. Dieses Alibi scheint offensichtlich zu bröckeln. <BR /><BR />Die Resultate der Laboruntersuchungen auf DNA-Material, das unter Silvias Nägeln gefunden wurde, könnten entscheidende Elemente für die Untersuchung liefern. Inzwischen sammeln die Ermittler neue Beweise zum Gegenstand, mit dem die Frau getötet wurde. Vermutet wird, dass sie mit einer Axt, oder mit einem Hammer am Kopf getroffen wurde. Danach sei sie am Hals, in der Bauchgegend und am Rücken tödlich verletzt worden, während sie verzweifelt versuchte, zu flüchten. Später wurde ihre Leiche in Brand gesetzt, am selben Ort, an dem sie den Tod fand. <h3> Mann hält sich an einem geheimen Ort auf</h3>Der Anwalt des Lebensgefährten, Felice Carbone, bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen seinen Mandanten aufgenommen habe. Dieser halte sich derzeit bei Freunden in einer Ortschaft außerhalb Ogliastro Marino auf. „Er war gezwungen, diese Gegend zu verlassen, weil er von Medienleuten regelrecht gejagt wurde. Er hält sich an einem geheimen Ort auf, steht aber den Ermittlern komplett zur Verfügung“, berichtet Carbone. Er verteidigt den Augsburger, der nur schlecht Italienisch spricht, und vertritt auch die Schwester des Opfers. <BR /><BR />Inzwischen haben die Ermittler die obduzierte Leiche für die Beerdigung frei gegeben. Wann die Trauerzeremonie stattfinden wird, ist noch unklar. Laut dem Anwalt sollte die Beerdigung auf Wunsch von Silvias Schwester in Deutschland stattfinden. Die Überführung der Leiche nach Deutschland wird organisiert. <h3> „Wir alle werden sie vermissen“</h3>„Silvia und ihr Partner hatten sich vor circa drei Jahren hier niedergelassen. Sie liebten die Gegend wegen der Nähe zum Meer und dem guten Klima“, berichtet der Anwalt, der das Paar als „wohlhabend“ bezeichnete. <BR />Silvia Nowak wurde zuletzt von der Überwachungskamera eines nahe gelegenen Hauses abgelichtet. Sie hatte ihre Villa ohne ihre Brieftasche und ihr Mobiltelefon verlassen und hatte lediglich einen Hundenapf in der Hand. Nowak war als Tierliebhaberin bekannt und hatte sich in den vergangenen Jahren um streunende Hunde in der Gegend gekümmert. Sie sei eine Liebhaberin der Natur gewesen, die vor Jahren mit ihrem Partner beschlossen hatte, sich in der Gegend niederzulassen. „Sie war eine Frau von Kultur, die wir alle vermissen werden“, sagte Anwalt Carbone.