Eine OLG-Sprecherin bestätigte der APA am Freitag einen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“. Das von der Verteidigung geltend gemachte Verbot der wiederholten Strafverfolgung gemäß dem Grundsatz „Ne bis in idem“ („nicht zweimal in derselben Sache“, Anm.), da kein gänzlich neues Beweismittel vorliege, sei hier nicht anzuwenden, erklärte Sprecherin Claudia Hagen. <BR /><BR />Laut „TT“ könnte der Geschworenenprozess schon im Frühherbst stattfinden. Kammerers Ex-Studienkollege – der Österreicher lebt seit Langem in Australien – wird vorgeworfen, die 19-Jährige in den frühen Morgenstunden des 23. Juni 2005 durch zwei wuchtige Messerstiche in Brust und Rücken getötet zu haben. Die blutüberströmte Leiche der Frau war vor einer Telefonzelle im Innsbrucker Rapoldi-Park gefunden worden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1344885_image" /></div> <BR /><BR />Der nunmehr Angeklagte hatte schon vor mehr als zwölf Jahren als „dringend tatverdächtig“ gegolten. 2013 war er – aus Australien kommend – am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen worden. Nachdem sich aber eine DNA-Spur des Angeklagten an der Kleidung des Opfers nicht als so stichhaltig erwies wie zunächst angenommen, wurde der Mann nach sieben Wochen enthaftet, das Ermittlungsverfahren wurde im Februar 2014 eingestellt.<BR /><BR />Heuer im Mai wurde dann überraschend Anklage gegen den nunmehrigen Manager erhoben – aufgrund seiner DNA-Spur auf dem Filter einer nur wenig angerauchten Zigarette, die in der Telefonzelle abgelegt war. <BR /><BR />Der nunmehr Angeklagte beteuerte indes stets vehement seine Unschuld. Sein Mandant werde zu einem etwaigen Prozess nach Innsbruck kommen, betonte dessen Anwalt Mathias Kapferer. Es gebe „zahlreiche Beweise“, dass sein Mandant nicht der Täter sein könne, er habe auch kein Motiv gehabt. Die Zigarette sei immer schon vorgelegen, Kapferers Angaben zufolge wären die Untersuchungsmethoden auch 2013 schon gut genug gewesen, um dort DNA so wie heute verwertbar zu machen. Kapferer kritisierte u.a. auch angeblich unzureichende Ermittlungen nach dem „wahren Täter“ sowie verschwundene Beweismittel bzw. in Verstoß geratene Spurenträger.