Beim Aufruf für die Besetzung von 19 Stellen ist knapp die Hälfte leer ausgegangen. „Vor allem im technischen und schulischen Bereich ist es schwierig“, weiß Patrizia Nogler, Direktorin des Organisationsamt des Landes.<BR /><BR /><BR />Wie viele Chefsessel im Öffentlichen Dienst derzeit vakant sind, ist unklar, vor allem auch deshalb, weil mit dem neuen Führungskräftegesetz alle Bereiche – sprich Landesverwaltung, Sanität, Bezirksgemeinschaften usw. – zusammengeführt werden müssen. Alles in allem dürften es derzeit aber an die 20 Stellen sein, sagt Amtsdirektorin Nogler. <BR /><BR />In Anbetracht der zu erwartenden Pensionierungswelle dürften in den kommenden Jahren allerdings eine ganze Reihe an Führungspositionen im Öffentlichen Dienst frei werden. Und sie alle müssen nachbesetzt werden. <BR /><BR /><embed id="dtext86-62338178_quote" /><BR /><BR />„Das neue Führungskräftegesetz sieht für die Besetzung von Führungspositionen mehrere Schritte vor“, erklärt Nogler. Der erste Schritt ist, einen Aufruf zu starten. Daran können sich all jene beteiligen, die im Führungskräfteverzeichnis aufscheinen. <BR /><BR />Offensichtlich scheint das Streben nach einen Chefposten in der Öffentlichen Verwaltung aber nicht mehr enorm zu sein, wie der Aufruf für die Besetzung von 19 Amts- und Schuldirektorenstellen gezeigt hat. Für 9 der Stellen gab es keinen einzigen Interessenten. Leer ausgegangen sind vor allem technische Stellen, wie die jene der Direktion fürs IT-Bedarfsmanagement, des Straßendienstes Bozen/Unterland sowie 2 Direktorenstellen bei der Vergabeagentur. Ebenso keine Interessenten gab's für die Leitung des Amtes für Wildtiermanagement, die Liegenschaftsverwaltung bei der Landesdomäne, des Ladinischen Kulturinstitutes sowie für die Direktorenstelle im Berufsbildungszentrum in Bruneck. Auch der Sonderauftrag Verkehrssteuerung im Mobilitätsplan blieb leer.<h3> Konkurrenz durch die Privatwirtschaft</h3>„Vor allem in den technischen, aber auch im schulischen Bereich tun wir uns schwer“, weiß Nogler. Während es in letzterem kaum Wechselwillige gibt, die ihren Direktorenposten mit der Leitung einer andere Bildungseinrichtung tauschen wollen, ist es bei den technischen Ämtern vor allem die Konkurrenz in der Privatwirtschaft, die dem Öffentlichen Dienst zu schaffen macht.<BR /><BR />Dennoch ist Nogler zuversichtlich, dass „wir für alle Stellen Leute finden werden“. In der Zwischenzeit wurde bereits ein zweiter Aufruf gestartet. Wie viele Stellen dort leer ausgegangen sind, ist noch unklar. „Richtig vakant ist aber keiner der Posten“, sagt Nogler. Denn entweder werde das Amt von einem anderen Amtsdirektor oder dem Abteilungsdirektor geschäftsführend geleitet. Parallel dazu werden jetzt für die freien Führungspositionen Wettbewerbe ausgeschrieben. Danach dürfte jedes Amt seinen Direktor haben.<BR />