Mittwoch, 22. April 2020

Weniger Abstriche wegen fehlender Schutzausrüstung

Dem Südtiroler Sanitätsbetrieb fehlt es an Schutzausrüstung, wie das Tagblatt „Dolomiten“ am Mittwoch berichtet. Mangels Schutzmänteln mussten Teams, die ambulant Corona-Abstriche machen, stillstehen.

Zuletzt wurden weniger Tests ausgewertet.
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Zuletzt wurden weniger Tests ausgewertet. - Foto: © shutterstock
Wie berichtet dürfen die aus China gelieferten Schutzausrüstungen aufgrund eines negativen INAIL-Gutachtens nicht verwendet werden.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb steht nun vor einem Problem: Wie das Tagblatt „Dolomiten“ in der Mittwochausgabe berichtet, fehlt nun bereits Schutzausrüstung für Krankenpfleger und Ärzte, um vor Ort ambulant Abstriche machen zu können. Zudem seien die Reagenzien sehr knapp.

Dies führt dazu, dass weniger Coronavirus-Tests gemacht werden können. Wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Dienstagvormittag mitgeteilt hat, wurden in 24 Stunden etwa nur 606 Abstriche ausgewertet.

Überhaupt ist der Sanitätsbetrieb nach dem negativen Urteil des INAIL verzweifelt auf der Suche nach Schutzmänteln. Der Verbrauch in den Intensivstationen sei laut Sanitätsdirektor Dr. Pierpaolo Bertoli zwar zurückgegangen, aber wenn es in den kommenden Tagen bis spätestens nächster Woche keinen Nachschub gebe, dann stehe der Sanitätsbetrieb vorerst ohne Schutzmäntel da.

„Wir sind in der paradoxen Situation, dass wir Schutzausrüstung im Keller haben und nicht nutzen dürfen – egal, ob zertifiziert oder nicht, sie ist besser als nix“, wird Landesrat Thomas Widmann im Tagblatt „Dolomiten“ zitiert.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

stol

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