Was der Grund dafür ist, erklärt Dr. Alex Staffler, Neonatologie-Primar am Krankenhaus Bozen. <BR /><BR />Es ist keine Impfung, sondern ein Antikörperpräparat: Seit November 2024 erhalten Südtirols Neugeborene nach Zustimmung der Eltern einen Antikörper verabreicht, der sie vor einer schweren Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) schützt (siehe eigenen Bericht). Das Angebot wird gut angenommen und das zeigt Wirkung: „Die Zahl der Hospitalisierungen in der vergangenen Erkältungssaison ist gesunken“, weiß Dr. Alex Staffler, Primar der Abteilung für Neonatologie und Neugeborenenintensivstation am Krankenhaus Bozen. In den Pädiatrien der Krankenhäuser landesweit sei die Rate um circa 65 Prozent zurückgegangen, ähnlich wie die italienweit verzeichneten Daten. <h3> Impfung innerhalb ersten beiden Lebensjahren empfohlen</h3>Das Präparat wird saisonal in der Erkältungssaison eingesetzt, vor Kurzem wurde mit den ersten Verabreichungen begonnen. „Der Schutz durch einen Antikörper hält etwa sechs bis maximal acht Monate an“, erklärt Dr. Staffler. All jene Säuglinge, die zwischen September und März auf die Welt kommen werden, können das Medikament also während der Saison erhalten. Jene, die nicht in diesem Zeitraum zur Welt kommen, sprich beispielsweise im Juni geboren wurden, können das beim Kinderarzt oder bei einem Vorsorgedienst nachholen. Empfohlen wird eine Verabreichung des Medikaments in den ersten beiden Lebensjahren. Laut der gesamtstaatlichen und internationalen Fachliteratur gilt das Präparat als sicher, bislang wurden keine nennenswerten Nebenwirkungen festgestellt.<h3> Mediziner appelliert an Eltern</h3>Dr. Staffler appelliert an die Eltern, das Angebot anzunehmen: „Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Säuglinge und Kleinkinder zur Behandlung einer RSV-Infektion im Krankenhaus stationär aufgenommen und in einigen Fällen auch intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Das belegen die Zahlen.“ Ein Krankenhausaufenthalt im Säuglingsalter kann belastend sein. „Ein schwerer Verlauf einer RSV-Infektion kann dazu führen, dass der kleine Patient Atemunterstützung oder eine Intubation benötigt.“ Zudem könne es auch Spätfolgen mit sich ziehen: So steigt das Risiko für Asthma im Kindesalter.