<b>von Lorenzo Baratter</b><BR /><BR />Im Jahr 2025 sind die von Bären verursachten Schäden im Trentino gesunken: 126 Vorfälle (-30 Prozent gegenüber 2024) mit Entschädigungen von 91.000 Euro. Auch die Zahl der überfahrenen Tiere ging zurück: sechs Fälle (-60 Prozent). Beim Wolf zeigt die Bilanz hingegen das Gegenteil: 151 Schadensereignisse (+35 Prozent) und 133.000 Euro.<BR /><BR />Vorgestellt wurden die Daten am „Tavolo grandi carnivori“ der Provinz Trient, mit Fokus auf den Zeitraum September 2025 bis Jänner 2026. Konsolidierte Bestandszahlen zu Bär und Wolf werden bis März erwartet. Entwarnung gebe es laut Landesrat Roberto Failoni keine. Gerade beim Wolf brauche es laut Failoni möglichst präzises Monitoring, Management und Prävention – auch mit Blick auf die Debatte und Schritte auf EU-Ebene zum Schutzstatus.<BR /><BR />Für 2025 wurden 13 Bärenwürfe registriert. Vier Bären wurden tot aufgefunden (2024 waren es neun): einer nach einem Verkehrsunfall, in drei Fällen laufen Ermittlungen wegen Verdacht auf Wilderei. Eine verletzte, ausgewachsene Bärin wurde geborgen, rehabilitiert und wieder ausgewildert.<BR /><BR />Beim Wolf wurden von September bis Februar fünf tote Tiere gemeldet (27 im Gesamtjahr 2025); im September 2025 gab es in der Lessinia die erste Management-Entnahme.<BR /><BR />Bei der Prävention setzt die Provinz auf konkrete Unterstützung: 30 Almen wurden gezielt begleitet, elf Wohnboxen für Hirten per Helikopter geliefert und drei fixe Holzunterstände errichtet. Parallel läuft der Abfallplan: 18 neue Sammelinseln (103 Behälter) und 185 bärensichere Schutzgehäuse wurden installiert.