Mit dem Aschermittwoch am 17. Februar hat die sechs Wochen dauernde Fastenzeit begonnen. Eine Reihe von Südtiroler Einrichtungen rufen zur Teilnahme an der „Aktion Verzicht“ auf. Das Forum Prävention, der Katholische Familienverband, die Caritas, das deutsche und ladinische Schulamt und die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) laden die Südtiroler Bevölkerung mit verschiedenen Initiativen in Familie, Schule und Jugendgruppen, in Pfarreien und Gemeinden dazu ein, sich an der „Aktion Verzicht“ zu beteiligen und während der Fastenzeit zu bestimmten Konsummitteln auf Distanz zu gehen.Ziel der Aktion ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Gewohnheiten und Verhaltensmustern. Sich von diesen eine Zeit lang zu distanzieren, verbessert das Gespür für sich selbst, die Sensibilität für die eigene Lebensweise steigt. Diese Selbstprüfung und Suche nach einem ausgeglichenen Maß wirft eine interessante Frage auf: Inwieweit ist es einem möglich, die eigenen Wünsche und Handlungen zu kontrollieren? Das Durchhaltevermögen wird auf die Probe gestellt.„Eine große Bereicherung“ Ergebnisse der modernen Gehirnforschung und Lernpsychologie belegen, dass durch den zeitweiligen Aufschub einer Belohnung die Fähigkeit zu Selbstregulierung trainiert wird. Die Fastenzeit bietet eine gute Gelegenheit dafür. „Die Beteiligung an der Aktion Verzicht ist mit Sicherheit eine persönlich anregende Erfahrung und eine große Bereicherung“, erklärt Peter Koler, Direktor des Forums Prävention.All jene, die sich an der Aktion beteiligen, werden in ihrem Verzichtsversuch neben den Mitmachaktionen der Projektträger durch Aufkleber mit dem Motto der Aktion: „Weniger ist mehr“ unterstützt. Diese können – als sichtbares Bekenntnis zum Verzicht und als Erinnerung an den guten Vorsatz – auf persönlichen Verzichtsgegenständen platziert werden.„Es freut mich sehr, dass die Aktion Verzicht in den vergangenen Jahren zu einer großen Initiative mit vielen Partnern und Unterstützern herangewachsen ist“, so Koler weiter. Die Fastenzeit erhalte so eine moderne Deutung, die viele Menschen anspricht und in ihrer Verzichtserfahrung mit gesundheitsfördernder Wirkung unterstützt.