Montag, 26. März 2018

Weniger Schafe in Südtirol

Wegen Bär und nun auch Wolf fürchten Südtirols Bauern um ihre Tiere. So jedenfalls interpretiert Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler den beträchtlichen Rückgang der Schafe und Ziegen in Südtirol. Rund 4300 Kleintiere hielten Südtirols Bauern 2017 weniger als im Jahr zuvor.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Die Bilder der von Bären gerissenen Schafe sind allen gegenwärtig. Und noch ist kein geeigneter Schutz dagegen gefunden. Denn die vorgeschlagenen Maßnahmen sind allesamt mit Aufwand und Kosten verbunden.

„Und dann lohnt sich die Schafhaltung nicht mehr“, weiß Schuler. Auch der gut gemeinte Rat, die Herden einfach einzuzäunen, sei in der Praxis wenig hilfreich.

„Um einen Bären oder auch einen Wolf von einer Schafherde fernzuhalten, braucht es massive Zäune. Mit ein wenig Draht ist es da nicht getan. Zudem ist das wenig praktikabel, denn die Tiere müssen ja wandern können. Es ist aber auch landschaftlich, insbesondere in touristisch beliebten Zonen, äußerst problematisch“, gibt Schuler zu bedenken.

Das hätten ihm jüngst auch Landwirte auf der Seiser Alm ganz klar entgegengehalten.

Südtirols Bauern scheinen diese und andere Lösungen wie Hirtenhunde also alles andere als zu überzeugen.

Sie reagieren auf ihre Art: Sie melden keinen neuen Schafe. Um 3800 Stück ist die Zahl der gekennzeichneten Tiere von 2016 auf 2017 zurückgegangen.

„Ich gehe nicht davon aus, dass das bedeutet, dass Landwirte die Schafhaltung gleich ganz an den Nagel gehängt haben. Es ist wohl eher ein Zeichen dafür, dass die Stimmung schlecht und die Skepsis groß ist, so dass die Landwirte erst einmal abwarten, wie es weitergeht“, interpretiert Schuler die Zahlen. 

"D"/ih

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol