Dienstag, 28. März 2017

Weniger Verkehrstote in EU – Unionsziel aber verfehlt

Europas Straßen sind erstmals nach zwei Jahren wieder etwas sicherer geworden. 2016 starben in der Europäischen Union insgesamt 25 500 Menschen bei Verkehrsunfällen, das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der EU-Kommission hervorgeht.

Europas Straßen sind erstmals nach zwei Jahren wieder etwas sicherer geworden.
Europas Straßen sind erstmals nach zwei Jahren wieder etwas sicherer geworden. - Foto: © shutterstock

Das Ziel, die jährliche Zahl der Opfer zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, droht die Union aber zu verfehlen. Der Rückgang seit 2010 liegt derzeit gerade einmal bei 19 Prozent.

In Deutschland starben 2016 mit 39 Menschen auf eine Million Einwohner 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von Ende Februar war die Zahl mit 3214 Toten die niedrigste seit mehr als 60 Jahren. Damit gehörte die Bundesrepublik zu den sichersten Ländern EU-weit. Schweden war das Land mit den wenigsten Verkehrstoten je eine Million Einwohner (27), Bulgarien (99) schnitt am schlechtesten ab.

Erstmals machte die Kommission auch Angaben zu den Schwerverletzten. 135 000 Menschen kamen demnach in der EU bei Unfällen zu Schaden.

dpa

stol