Anlässlich des Internationalen Tages für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am heutigen 28. April lenkt Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof den Fokus auf ein Thema, das in der klassischen Arbeitssicherheit lange zu wenig Beachtung fand: die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.<BR /><BR />Während sich Präventionsmaßnahmen traditionell vor allem auf sichtbare Risiken und physische Gefahren konzentrierten, rücken neueste Berichte der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) psychosoziale Belastungen zunehmend in den Mittelpunkt. Stress, ständige Erreichbarkeit, die Angst vor Arbeitsplatzverlust sowie eine zunehmende Verdichtung von Arbeitsprozessen führen laut ILO weltweit zu einem Anstieg von Erschöpfungszuständen und psychischen Erkrankungen.<BR /><BR />„Ein moderner Arbeitsplatz darf die Mitarbeitenden nicht krank machen – weder körperlich noch seelisch“, betont Landesrätin Amhof. Der Schutz der mentalen Gesundheit sei ebenso zentral wie die Vermeidung klassischer Arbeitsunfälle.<h3> Appell an die Arbeitgeber</h3>Psychosoziale Risiken entstehen laut Amhof nicht nur durch Überforderung, sondern auch durch Unterforderung – etwa durch mangelnde Sinnhaftigkeit der Tätigkeit oder eine unpassende Qualifikation. Hinzu kommen Defizite in der Arbeitsorganisation wie hoher Zeitdruck, unklare Rollenverteilungen oder fehlende Unterstützung sowie instabile Rahmenbedingungen.<BR /><BR />Um dem entgegenzuwirken, seien Arbeitgeber gefordert, psychosoziale Belastungen systematisch zu erfassen und im Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lösungen für eine gesunde Arbeitsatmosphäre zu entwickeln.<BR /><BR />„Ein sicherer Arbeitsplatz ist ein Grundrecht, für das wir uns jeden Tag aufs Neue einsetzen müssen“, so Amhof. Dafür brauche es gemeinsame Verantwortung – und den Mut, bewährte Strukturen immer wieder kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.