Montag, 15. Februar 2021

Wenn das Herrchen an Covid-19 erkrankt: Wohin mit dem Hund?

Erkranken Hundebesitzer und können sich nicht mehr um ihren vierbeinigen Freund kümmern, wird die Frage akut: Wer soll auf den Hund schauen? In Trient gibt es für sie nun eine Anlaufstelle: Das Tierheim nimmt die Haustiere von Covid-Patienten zeitweise auf. Im Tierheim Bozen seien leider keine Plätze frei, bedauert der zuständige Tierarzt, Dr. Giovanni Lorenzi.

Wer kümmert sich um das Haustier, wenn der Besitzer ins Krankenhaus muss? Das Tierheim in Trient hat am Freitag eine Initiative vorgestellt: Dort betreuen Freiwillige Hunde, die zeitweise ein Zuhause brauchen. In Bozen gibt es derzeit keine freien Heimplätze für einen vergleichbaren Dienst.
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Wer kümmert sich um das Haustier, wenn der Besitzer ins Krankenhaus muss? Das Tierheim in Trient hat am Freitag eine Initiative vorgestellt: Dort betreuen Freiwillige Hunde, die zeitweise ein Zuhause brauchen. In Bozen gibt es derzeit keine freien Heimplätze für einen vergleichbaren Dienst. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Auf einer Pressekonferenz in Trient wurde das Projekt am Freitag vorgestellt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Es wird von der städtischen Sektion der Nationalen Liga für den Schutz von Hunden gefördert, die den Zwinger in Trient verwaltet.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins kümmern sich kostenlos um die Abholung des Hundes am Wohnort des erkrankten Besitzers sowie um die Pflege und sie bringen den Hund auch wieder nach Hause, wenn sich sein Besitzer erholt hat.

Der Verein schlägt auch einen Service für Obdachlose vor, damit diese nicht ihren Platz in den Wohnheimen aufgeben, wenn Tiere darin nicht erlaubt sind. Die Freiwilligen nehmen den Hund dann nachts auf und bringen ihn am nächsten Morgen zurück. Der Verein deckt die notwendigen Kosten für den Service aus eigenen Mitteln.

„Leider ist es uns nicht möglich, einen solchen Dienst in Bozen anzubieten“, sagt der für das Tierheim Sill zuständige Tierarzt, Dr. Giovanni Lorenzi. „Das Tierheim ist vollständig ausgelastet mit Hunden, die teilweise schwer vermittelbar sind.“ Es handle sich dabei vorwiegend um Straßenhunde aus Süditalien: „Wir trainieren sie und versuchen, mit ihnen zu arbeiten, damit wir mittelfristig doch ein Zuhause für sie finden.“

ansa/kn