Eines schickt Dr. Astrid Marsoner, Hausärztin in Niederdorf und Präsidentin der Ärztekammer, gleich voraus: „Es geht hier nicht um medizinische Notfälle, die weiterhin im Krankenhaus behandelt werden sollen und müssen. Es geht um leichtere Beschwerden und sogenannte Befindlichkeitsstörungen.“ Bei diesen wünsche sich der Gast immer öfter eine ärztliche Abklärung – rund um die Uhr und am liebsten in Form eines Hausbesuchs. „Unsere Ressourcen reichen dafür nicht. <BR /><BR />Besonders in der touristischen Hochsaison können wir das nicht stemmen“, sagt die Hausärztin. Auch die Notaufnahmen seien bei leichteren Beschwerden die falsche Adresse. „Zum einen sind die ohnehin schon stark ausgelastet, zum anderen bleibt es dort selten bei einer einfachen Visite“, sagt die Präsidentin der Ärztekammer. Im Sinne der Absicherungsmedizin werde oft ein Facharzt hinzugezogen und zusätzliche aufwändige diagnostische Leistungen beansprucht. <h3> 25 Ärztinnen und Ärzte wollen mitmachen</h3>Des Weiteren reisen viele Urlauber nicht mehr im eigenen Pkw an und sind folglich nicht mehr uneingeschränkt mobil, wirft Thomas Reiter vom Verwaltungsrat von Kronplatz Brand ein, der Gesellschaft, in der sich Skirama Kronplatz und die Tourismusvereine rund um den Kronplatz zusammengeschlossen haben. Die Nachfrage von Urlaubern und Mitgliedsbetrieben nach einem 24/7-Dienst, der medizinische Hilfe bietet, Rezepte ausstellt und Hausbesuche ermöglicht, sei stetig gestiegen. Deshalb habe man mit der Ärztekammer das Pilotprojekt auf den Weg gebracht – und man sei überrascht gewesen über die guten Rückmeldungen, sagt Reiter. „Ungefähr 25 Ärztinnen und Ärzte haben sich gemeldet, sodass wir jetzt starten können.“ <h3> Die Leistung bezahlt der Patient</h3>Angeboten werde ein mobiler Dienst mit – bei den zu erwartenden nicht dringenden Fällen – einem gewissen zeitlichen Spielraum. „Ein Rund-um-die-Uhr-Dienst, der in wenigen Minuten bereitsteht, wäre nicht finanzierbar“, sagt Dr. Marsoner. Bei leichteren Beschwerden sei eine sofortige Versorgung aber meist auch nicht notwendig. <BR /><BR />Die Leistung wird von den Patienten bezahlt. „Wir legen einheitliche Tarife fest; ein Hausbesuch wird ab 200 Euro kosten. Dafür stellt der Arzt eine Rechnung aus“, sagt die Kammerpräsidentin. Teilnehmen könne grundsätzlich jeder Arzt bzw. jede Ärztin, inklusive Krankenhausärzten mit Zustimmung des Sanitätsbetriebs.<BR /><BR />Das Pilotprojekt läuft zunächst ein Jahr und umfasst somit auch die kommende Sommersaison. „Danach evaluieren wir den Dienst und entscheiden, ob er fix eingerichtet wird“, sagen Reiter und Marsoner.