In einem offenen Brief klagen Ärztinnen und Ärzte ihr Leid und beschreiben genau, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/215-aerzte-schlagen-alarm-offener-brief-gegen-neue-krankenhaus-software" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>). 215 Angestellte in den Gesundheitsbezirken Bruneck und Brixen haben ihn unterzeichnet. <BR /><BR />Im Vordergrund steht dabei vor allem eines: die überbordende Bürokratie. Funktionen, die vorher über ein Programm abgewickelt werden konnten, verteilen sich nun auf mehrere verschiedene. Doch nicht nur das: Kritisiert wird unter anderem auch die mangelnde technische Unterstützung und dass Ärztinnen und Ärzte bisher zu wenig in den Prozess eingebunden worden seien. <BR /><BR />Eingeführt wurde das Informationssystem NGH im Frühjahr 2024. Zunächst lediglich in den Krankenhäusern von Meran und Bozen, nun sind jene in Bruneck und Brixen nachgezogen. In Meran und Bozen gab es anfangs ebenfalls unzählige Beschwerden: „Mittlerweile hat sich die Situation etwas gelegt, aber auch dort gibt es noch Schwierigkeiten“, erklärt Gewerkschaftsvertreter Dr. Ivano Simioni.<BR /><BR />Verfasst wurde der Brief von einer Gruppe Krankenhausärzte und die Adressaten sind Landesrat Dr. Hubert Messner, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Generaldirektor Christian Kofler.<BR /><BR />Sowohl der Sanitätsbetrieb als auch Gesundheitslandesrat Messner haben auf die Kritik bereits reagiert. „Alle Beteiligten wollen ein landesweit einheitliches Krankenhausinformationssystem, das sicher, leistungsfähig und praxistauglich ist und die tägliche Arbeit der Gesundheitsberufe bestmöglich unterstützt“, betont er. Vor allem neue Vorgaben in den Bereichen Datenschutz, Informationssicherheit, digitale Dokumentation und die Vernetzung von Gesundheitsdaten machen Anpassungen notwendig. Eine Rückkehr zu den bisherigen Systemen stelle daher keine Alternative dar. <BR /><BR />Auch auf die angeblich fehlende technische Unterstützung geht Messner ein: „Der technische Support ist bereits in jedem Bezirk aktiv im Einsatz und wird entsprechend den Erfahrungen und Anforderungen aus der Praxis laufend weiterentwickelt.“ Weiters sei die Einbindung von Ärztinnen, Ärzten und Gesundheitsfachkräften von zentraler Bedeutung. „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist klar: Die Weiterentwicklung kann nur gemeinsam gelingen“, betont er.